|
|
|
Kleinert, Friedrich
Geb. 1633; gest. 1714. In Bartenstein in Ostpreußen geborener Kunstdrechsler. Er kam 1664 auf seiner Wanderschaft nach Nürnberg, ließ sich dort nieder und wurde 1668 Bürger und Meister von Nürnberg. Wie es heißt, war Kleinert auf dem Gebiet der Mechanik sehr bewandert. Es wird von „künstlich angeordneten Drehwerken“ berichtet, mit denen es gelang, aus Elfenbein „Köpffe und sonsten erhabene Figuren, auch mehrere Sachen so wohl bassicht als ovalicht gar fein zu drehen“. (Bibl., J. G. DOPPEL-MAYR, 1730).
Kleinert soll sehr geschäftstüchtig gewesen sein und vom Kurfürsten von Mainz auch ein Adelspatent erworben haben. Weiters wird er im Zusammenhang mit Metallmedaillen genannt, die er mittels einer aus Frankreich importierten Münzprägemaschine in großen Stückzahlen herstellte. (Als Stempelschneider waren M. Brunner und P. H. Müller für ihn tätig.) Durch ruinöse Investitionen für alchimistische Experimente verlor Kleinert sein gesamtes Vermögen und starb verarmt in Nürnberg.
|
|
|
| |
|
| |