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Fiedeldrehstuhl
Bereits im Altertum wurden auf dem sogenannten Fiedeldrehstuhl mittels des Fiedelbogens Holzstücke in Rotation versetzt und mit Hilfe von Schneidklingen rundgedrechselt. Der Fiedelbogen ist im Prinzip gleich geformt wie ein Bogen zum Pfeile schießen. Die an einem biegsamen Stab befestigte Bogensehne hat man einmal um das im Fiedeldrehstuhl drehbar eingespannte Werkstück geschlungen und sodann am zweiten Ende des gebogenen Stabes befestigt. Beim Hin- und Herführen des Fiedelbogens wurde das Werkstück durch die Bogensehne abwechselnd zum Drechsler hin bzw. von diesem weg in Drehung versetzt. (Bibl., F. SPANNAGEL, 1981, S. 11-15).
In dieser Technik arbeiteten Drechsler bei Naturvölkern noch zu Beginn des 20. Jh. Die Nachteile des Fiedeldrehstuhles waren, dass der Drechsler den Bogen von Hand aus führen musste und daher nur eine Hand für die Handhabung der Schneidmesser frei hatte und weiters, dass sich die Drehrichtung des Werkstückes bei jedem Hin- und Herführen des Bogens änderte. Da die Bearbeitung aber nur erfolgen kann, wenn sich das Werkstück gegen das Schneidmesser zu dreht, war nur eine fünfzigprozentige Ausnutzung der Drehbewegung möglich.
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