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Erkennungs- und Untersuchungsmethoden

Dr. Vera M. F. Hammer
Staatliches Edelsteininstitut
Mineralogisch-Petrographische Abteilung
Naturhistorisches Museum Wien


Die Zähne von Tieren, aber auch Knochen, Geweihe und Hörner wurden seit der Geschichte der Menschheit für Schmuckzwecke eingesetzt. Da Elfenbein zu den wertvollsten dieser Materialien zählt, ist eine Unterscheidung zu den anderen Substanzen aus der Sicht der Gemmologie oft von Bedeutung. Diverse Imitationen und Unterschiebungen konnten bis jetzt von Elfenbein nur durch makroskopische und mikroskopische Beobachtung sowie durch Bestimmung von Dichte, Härte und Lichtbrechung und einfachen gemmologischen Tests, die am Material durchgeführt wurden, (heiße Nadel, Salzsäure) oder unter Verwendung von UV-Lampen bestimmt werden. In bearbeitetem Zustand allerdings, wenn Schnitzereien oder Intarsien vorliegen, bestehen Verwechslungsmöglichkeiten von Elfenbein vor allem mit Knochen-, Geweih- und Hornsubstanz, aber auch mit diversen Kunststoffen. Eine eindeutige Bestimmung von solchen Stücken unter alleiniger Verwendung dieser Methoden ist oft nicht zielführend.


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