Replik zum Artikel in DerStandard vom 6.10.2004 "Kunst kaufen im Netz, Bilder abrufen und auch gleich via Netz bestellen und bezahlen". Originalartikel siehe weiter unten.
Nein, es funktioniert nicht. Kunst kauft man nicht per Internet. Kunst kauft man beim Künstler, beim Kunsthändler, Galeristen oder im Auktionshaus.
"Im Internet“ kauft niemand Kunst – ich kenne jedenfalls niemanden, der im Internet Kunst kauft. Kunstposter – ja, Bücher, Musik CDs, Schnäppchen, – aber "Kunst kaufen und dann die Bilder abrufen, via Netz bestellen und gleich bezahlen", wie Nachfülltinte für den Printer ? So gehts nicht.
Eines aber doch: Kunst sucht man im Internet. Oder besser:
Kunst Kunst findet man im Internet !
(Frei nach Picasso: „ich suche nicht – ich finde“.)
Probieren Sie es einfach: gehen Sie in Google und tippen Sie ein: „Kunst Kaufen“ – oder wenn Sie ein Bild des Künstlers "Vorname Familienname" suchen, tippen Sie ein in Google den "Vorname und Familienname". Und wenn Sie über Kunst mehr wissen wollen als der Brockhaus oder Ihr Kunstlexikon gerade weiß, tippen Sie in Google ein: „Kunstlexikon“ - Sie werden nicht enttäuscht werden. Finden Sie Ihr Kunstlexikon im Internet! Es gibt mehrere. Vergleichen Sie - welches ist das beste? Oder klicken Sie einfach hier: "Kunst kaufen".
Viel Freude beim Finden wünscht Ihnen
das BeyArs.com – Team!
P.S.: Und wenn Sie Ihre geerbte Kunstsammlung nicht mehr sehen können und den alten Schinken Ihrer Erbtante verkaufen wollen, um endlich einen Porsche fahren zu können, dann tippen Sie ein in Google: „Kunst verkaufen“.
P.P.S.: Wenn Sie jedoch als gewerblicher Anbieter von Kunst oder Antiquitäten wissen wollen, wie Sie Ihren Internetauftritt massiv verstärken und Ihre Homepage beleben können, lesen Sie hier mehr über eine Vollmitgliedschaft in BeyArs.
Originalartikel: DER STANDARD, Print-Ausgabe, 6.10.2004 Kunst kaufen im Netz Vor allem "die User befriedigen": Salzburger Galerist eröffnet virtuelle Galerie "art4public"
Salzburg - Seit Mitte vergangener Woche hat der Salzburger Galerist Thomas Seywald eine neue Kunstplattform im Netz. "Der Kunstmarkt braucht eine kundenorientierte Plattform", so Seywalds Motto. Sein Projekt "art4public" soll vor allem "die User befriedigen". Diese könnten, etwa auf der Suche nach einem geeigneten Geschenk für den 50-jährigen Anwalt, über eine Suchmaschine der Plattform - Stichwort: "Aquarell und Venedig" - geeignete Bilder abrufen und auch gleich via Netz bestellen und bezahlen.
Darüber hinaus gibt es Infos zu aktuellen Ausstellungen oder Literaturtipps. In der Auslage dieser "virtuellen Galerie" finden sich Kunstwerke aus den Beständen von Mitgliedsgalerien, die einen Jahresbeitrag von 580 Euro zu leisten haben. Künstler, die direkt über die Plattform verkaufen wollen, haben wie in der Galeriebranche üblich 40 Prozent des erzielten Preises abzuliefern. Das Portal "art4public" ist mit 15 Mitgliedsgalerien gestartet.
Binnen Jahresfrist will Seywald 150 Galerien aus ganz Europa mit rund 10.000 Kunstwerken in seiner virtuellen Auslage vereint haben. In der Anfangsphase sollen vor allem Kunstwerke bis zu 5000 Euro angeboten werden. Für teurere sei nach wie vor der direkte Kundenkontakt notwendig, so Seywald. Er will erst mittelfristig über eine exklusive Schiene nach dem Motto "Picasso aus dem Netz" nachdenken. (neu/ DER STANDARD, Print-Ausgabe, 6.10.2004)
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