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Adolphe Brodbeck

Abb. 12 - Adolphe Brodbeck,
um 1770 in der französischen Hafenstadt Dieppe als Elfenbeinbildhauer tätig. Im Schlossmuseum in Dieppe ist ein von dem Künstler signiertes, mit dunkelblauem Glas hinterlegtes und rechteckig gerahmtes Elfenbeinrelief zu sehen, das den Hafen von Nantes darstellt. Als Vorbild diente ein Kupferstich aus der Kollektion „Hafen in Frankreich“, von Nicolas Marie Ozanne (1728-1811). Ungewöhnlich ist, dass Brodbeck für die Wiedergabe der Wasserfläche nicht Elfenbein verwendete, sondern Perlmutter. Neben dem naturalistischen Eindruck spiegelnder Wellen, hat das im Material stärker belassene Perlmutter den Vorteil, dass es gegen Erschütterungen und Temperaturschwankungen unempfindlicher ist als das ansonsten bei Mikrobildern verwendete, hauchdünn ausgearbeitete, Elfenbein. Rechteckige Mikrobilder vom Ende des 18. Jahrhunderts, die Hafenszenen darstellen und deren Wasserfläche aus Perlmutter besteht, werden im allgemeinen Brodbeck zugeschrieben (Lit., P. W. Hartmann, Mikrobilder, Abb. 12).

<<G. Stephany und J. Dresch,
Nikolaus Klammer>>


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