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Naturperlen Süßwasser

Flussperlen
Entstehen in Bächen und Flüssen, mit einem klaren und weichen Wasser. Die Flussperlmuschel (Margaritana margaritifera) ist ein ausgesprochener Kalkflüchtler und kann nur in Gewässern mit einem geringen Anteil an Kalziumkarbonat, Magnesiumkarbonat und Gips längere Zeit überleben.

In Bayern und Österreich hatte diese Perle noch bis zum Beginn des 20. Jh. eine besondere Bedeutung. Sie wurde unter dem Namen "Passauer Perle" gehandelt. Die Namensgebung erhielt sie dadurch, dass im ehemaligen Bistum Passau reiche Erträge geliefert wurden.

Z.B.:
  • 1880/84 ca. 594 Perlen
  • 1885/90 ca. 472 Perlen
  • 1891/95 ca. 258 Perlen
  • 1900/04 ca. 278 Perlen
  • 1905/08 ca. 164 Perlen

Leider ging die Perlenfischerei 1911 zu Ende. Es wurden nur mehr 35 vorzügliche weiße Perlen abgeliefert. Der Mensch begann die Flussläufe zu verunstalten, und die Ruhe für die Muscheln war somit nicht mehr gegeben. Die Wachstumszeit betrug je nach Größe zwischen 23 und 39 Jahre. Kleinere Perlen benötigen ca. 7 bis 12 Jahre. Bereits um 1601 wurden Aufzeichnungen über die Perlenfischerei im bayrischen Raum geführt.


Querschnitt durch eine Flussperle


Querschnitt durch eine Flussperle mit Jahreswachstumsringen



Passauer Perlen



Flussperlen aus dem Gebiet um Passau (Passauer Perlen).


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