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Die Entdeckung des Platins

Platin und seine Entdeckung

In einigen altägyptischen Schmuckstücken aus Gold, konnten durch metallurgische Untersuchungen einige Spuren von Platin erkannt werden. Man vermutet, dass es sich um verarbeitetes Seifengold in Verbindung mit Seifenplatin handelt.

Durch die sehr ähnliche Dichte der beiden Metalle waren sie für die damalige Zeit bei der Wascharbeit nicht trennbar und sicher auch nicht erkennbar. Das Platin selbst ging mit in die damalige Rohgoldschmelze hinein.

Außer einem Metallgefäß aus der Zeit des 7.Jh.v.Chr., das als Tauschierarbeit Platin zeigt, ist es im nahen und fernen Orient, sowie in Europa zur Zeit der Antike und des Mittelalters, nahezu unbekannt.

Vor etwa 150 Jahren ist zwar das Elektron des griechisch-klassischen Altertums als Platin von Wissenschaftlern ausgegeben worden. Nur diese Erkenntnis dürfte auch nicht stimmen, denn die Bezeichnung Elektron weist auf den Sonnengott Helios und somit auf das Gold hin.

Sonne und Gold waren nicht nur durch ihre Farbe und ihren Glanz, sondern auch symbolisch verbunden. Plinius bezeichnete unter Elektron eine natürliche Gold-Silberlegierung.

An der Küste von Esmeraldas, bei La Tolita und Atacames im ehemaligen Inkareich, dem heutigen nördlichen Ecuador, sind zuerst Funde fertiger, halbfertiger und begonnener Kunstgegenstände vorkolumbianischer Zeit aus Platin-Gold-Silber-Legierungen bekannt geworden.

Die schmutzigbraunen Fluten der Flüsse Kolumbiens, mit ihrer goldhaltiger Erde, hatten genügend Seifengold an den Flussufern abgelagert, damit man mit Pfannen Goldstaub auswaschen konnten. Dieses Verfahren ist auch heute noch bekannt. Es bezeugen die Kulturen Kolumbiens am Rio Netschi.

Die Indios der präkolumbianischen Zeit hielten das helle Metall für "unreifes Gold" und warfen es meistens in den Fluss zurück, wo es wieder zu gelbem Gold ausreifen sollte. Gelegentlich behielten es die Kolumbianer und verarbeiteten es gemeinsam mit Gold, wie es sich an Hand einzelner historischer Schmuckstücke nachweisen lässt.

Man sprach vom sogenannten "Blacksand". Die Schwierigkeit der Indianer lag am Schmelzen der gefundenen, gräulichen Körner und da die Holzkohlenfeuer nicht genug Hitze entwickelten, um das Platin zum Schmelzen zu bringen, erfanden die Indianer eine Technik, die man heute als Pulvermetallurgie bezeichnet.

Die damaligen Goldschmiede vermischten Platinkörner mit Goldstaub, und erreichten durch abwechselndes Erhitzen und Hämmern, dass die beiden Metalle sich fest miteinander verbanden. In einigen Schmuckstücken wurde der Kontrast dadurch besonders gehoben.

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