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Auktionsarchiv:
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| Auktionstitel: | Schweizer Kunst | | Auktionator: | Koller Auktionen, Zürich | | Startdatum: | 07. 12. 2007 - 07. 12. 2007 [ Auktion bereits vorbei ] | | Auktionsbeginn: | 15.30 UHR | | Einbringung von Obj.: | jederzeit möglich | | Beschreibung: | Schweizer Kunst vom 18.-20. Jahrhundert | | Zahl der Auktionsstücke: | 113 | | Zusatzinformationen: | Werke von drei Künstlern aus derselben Familie können bei Kollers Spezialauktion für Schweizer
Kunst am 7. Dezember 2007 miteinander in Beziehung gesetzt werden. Sechs Jahrzehnte liegen zwischen
der ältesten und der jüngsten hier angebotenen Arbeit aus dem Giacometti-Clan– eine Spanne,
die den Betrachter auf einer kunsthistorischen Zeitreise vom träumerischen Symbolismus der
Jahrhundertwende über den in Farben schwelgenden Postimpressionismus zum schonungslosen
Existentialismus der 1960er Jahre führt.Ein Wiedersehen mit dem Zürcher Kunstpublikum gibt es für die beschwingte Allegorie auf die Musik
von Augusto Giacometti. Über 30 Jahre lang, bis 2002, war dieses grossformatige Pastell mit Goldflitterpapier
von 1898 als Leihgabe im Kunsthaus zu sehen. Die Musik ist ein Hauptwerk Augusto Giacomettis
und eine der letzten grossen Jugendstil-Arbeiten dieses Künstlers in Privatbesitz (Schätzung:
CHF 500 000.- / 800 000). Sein Cousin Giovanni Giacometti ist bei dieser Auktion mit dem um
1911 gemalten Garten im Frühling vertreten. Mit leuchtenden Weiss-, Violett- und Grüntönen feierte
er das Erwachen der Natur, die auch durch eine Mutter mit ihrem Kind symbolisiert wird. (Schätzung:
CHF 350 000.- / 450 000). Garten im Frühling ist Teil einer Reihe von „Baumportraits“ Giovanni Giacomettis,
die bei Koller-Auktionen in den vergangenen Jahren immer wieder mit hohen Zuschlägen
rechnen können; erst im Juni 2007 wurde der Winter im Garten von 1909 für CHF 1,155 Mio. (inkl.
Aufgeld) verkauft. Sein Sohn Alberto Giacometti schuf 1961, etwa fünf Jahre vor seinem Tod, ein
Portrait des Pierre Josse, das für CHF 1 800 000.- / 2 800 000.- angeboten wird. Dieses intensive
Bildnis des französischen Bildhauers und Bankiers, eines Künstlerfreundes, ist stilistisch mit der
Gruppe der “Têtes noires” vergleichbar, die Giacometti in seinen letzten Lebensjahren von seinem
Bruder Diego malte. Direkt und doch seltsam leer fixiert der Portraitierte den Betrachter und scheint
sich gleichzeitig in den dichten, amorphen Schwaden des Hintergrunds aufzulösen.Seit den 1930er Jahren im Besitz der gleichen Schweizer Familie und daher marktfrisch sind die Vier
Türme, eine Arbeit aus Paul Klees früher Bauhaus-Phase, die ebenfalls in der Spezialauktion von
Schweizer Kunst Aufruf kommen wird. An diesem in leuchtenden Farben gestalteten Aquarell spielte. Paul Klee 1923 exemplarisch das Verhältnis zwischen Linie, Form und Farbe durch, eine der grundlegenden
Fragestellungen des Bauhauses. (Schätzung bei CHF 400,000-500,000). Ein Magier experimentierend,
entstand 1939, in Klees letzter aktiver Schaffensphase vor seinem Tod, in der er intensiv
diverse Materialien erprobte. So ist der für diese Phase typisch „primitive“ Magier mit Kleisterfarbe
auf Kreidegrund auf Nesseltuch gestaltet. Noch im Entstehungsjahr erwarb ihn Daniel-Henry Kahnweiler,
der berühmte Pariser Galerist, 1940-46 besass ihn die Klee-Witwe Lily und danach war er für
30 Jahre im Besitz von Klees einzigem Sohn Felix. Nun wurde das Werk aus Schweizer Privatbesitz
eingeliefert (Schätzung: CHF 800 000 / 1 200 000.-). | | Auktionskatalog: | Ja, Bestellung Online möglich, Kosten : CHF 30 (plus Versandkosten) |
Alle Angaben ohne Gewähr. |
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