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Auktionstitel:104. Kunst- und Antiquitätenauktion / Sommerauktion
Auktionator:Auktionshaus Heickmann
Startdatum:11. 06. 2016 - 11. 06. 2016 [ Auktion bereits vorbei ]
Auktionsbeginn:10:00 Uhr
Einbringung von Obj.:Einlieferungen für unsere Herbstauktion am 10. September 2016 nehmen wir jederzeit gern entgegen. Bitte vereinbaren Sie einen Termin, gern auch bei Ihnen vor Ort!
Beschreibung:

Am 11. Juni laden wir zur große Sommerauktion mit Kunst und Antiquitäten aller Sammelgebiete. Hervorzuheben sind das umfangreiche Angbot an Meissener Porzellan mit zahlreichen teilweise seltenen Figuren aus dem 18., 19. und 20. Jh., darunter diverse Jugendstil-Figuren (u.a. Lot 4165, Robert Ockelmann, "Nach dem Bade", Aufruf 3.800 Euro), desweiteren Meissen-Service und ein opulentes Angebot an Meissen-Geschirrteilen. Einen weiteren Schwerpunkt bilden die Gemälde u.a. mit einem farbenstarken und günstig limitierten Stillleben von Curt Grosspietsch (Lot 2021, Aufruf 260 Euro). Überaus reich bestückt ist zudem die Sparte Silber, in der verschiedene Kernstücke, Leuchter, Ziergefäße und Bestecke auf einen neuen Besitzer warten. Im Bereich Spielzeug erwartet Sie das sog. "Schlenkerchen" von Käthe Kruse in überaus ansprechendem Zustand (Lot 6092, Aufruf 800 Euro). Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Zahl der Auktionsstücke:ca. 2.100 Objekte
Info zum Katalog:Unseren bebilderten Auktionskatalog versenden wir innerhalb Deutschlands für 7 Euro (inkl. Porto). Bestellungen unter 0371 517 204 oder info@heickmann.eu
Nachbericht:

Dass Objekte, die ohne Limitierung angesetzt sind und damit einer gänzlich freien Preisgestaltung unterliegen, oftmals ein besonderes Bietinteresse und erstaunliche Zuschlagshöhen erfahren können, zeigte ein mit vier mal sechs Metern übergroßer persischer Teppich (Lot 8014). Die bereits schon gehobenen schriftlichen Gebote wurden schnell übertrumpft durch ein Bietgefecht am Telefon. Neun Interessenten aus den verschiedensten Ländern Europas bestritten das Finale und mit 3.000 Euro erhielt der Teppich einen Zuschlagspreis, der auf dem internationalen Markt Bestand hat.

Eher lokalen Charakter hatte die Begeisterung für ein Ölgemälde der Chemnitzer Künstlerin Martha Schrag, welches seinen Ansatzpreis von 460 Euro in kürzester Zeit weit hinter sich ließ und seinem neuen Besitzer 3.000 Euro wert war (Lot 2019). Martha Schrag war prägendes Mitglied der Künstlergruppe Chemnitz und herausragende Vertreterin der klassischen Moderne in der Region. Das verauktionierte Landschaftsbild wurde bereits mehrfach auf Ausstellungen gezeigt und ziert nun eine umfangreiche Privatsammlung zur sächsischen Kunst.

Der ungebrochene Drang, in Zeiten rückläufiger Zinsen in edle Steine und Metalle zu investieren, zeigte sich auch in der Sparte Schmuck. So erhielt ein mit fünfzehn großen Smaragdcabochons und über 400 Diamanten besetztes Armband einen Zuschlag von 3.200 Euro (Lot 4507). Ein klassisch gestalteter Solitär-Brillantring mit ca. 1,15 Carat Diamantgewicht stieg sogar auf 3.900 Euro (Lot 4623).

Vielleicht war es ein Aufbegehren gegen die Ankündigung der Meissner Porzellanmanufaktur, künftig auch maschinell hergestellte  Druckdekore in das Programm aufzunehmen: Ein umfangreiches Speiseservice im Dekor Indisch Purpur erhielt ungeahnten Zuspruch (Lot 4139). Echt handbemalt und in der altbekannten hohen Meissner Material- und Verarbeitungsqualität stieg das Service von 800 auf 2.200 Euro. Bei dem wieder einmal reichen Angebot an figürlichem Meissner Porzellan kamen vermehrt russische Bieter zum Zuge. Dabei wechselten sowohl Objekte aus dem 18. Jahrhundert z.B. aus der Serie der Pariser Ausrufer den Besitzer (u.a. Lot 4343 für 2.500 Euro) als auch Jugendstil-Figuren wie die überaus anmutige Figur von Robert Ockelmann „Nach dem Bade“ (Lot 4165 für 3.800 Euro). In Deutschland blieb hingegen die große KPM-Porzellanplatte mit der hochfeinen Darstellung der Königin Luise (Lot 4172). Aus dem frühen 20. Jahrhundert stammend  erhielt die Berliner Platte einen geradezu royalen Zuschlag von 4.200 Euro.

Von außergewöhnlichen und seltenen Objekten durchsetzt war auch die Sparte Spielzeug:  Hier hatte sich eine Sammlerin von hochwertigen und gut erhaltenen Käthe Kruse-Puppen getrennt und diese zur Auktion gegeben. Vor allem das so genannte Schlenkerchen rief Begeisterung hervor und auch hier trugen schlussendlich zahlreiche Telefonbieter das Match aus. Bei 3.900 Euro fiel der Hammer für eine deutsche Sammlerin (Lot 6092).

 

Alle Angaben ohne Gewähr.