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Der Fluch des Midas

„Denen ist Gold gut, die es recht zu gebrauchen wissen, aber denen bringt es ernstlich schaden, die es übel brauchen. An den Lasten dieser Welt sind nicht die Dinge schuld, die man aus der Erde fördert, sondern allein der grausame Unverstand der Menschen oder die blinde und gottlose Gier der Herzen."
Georgius Agricola (Georg Bauer) 1494-1555. Vorrede zum Buch „Vom Bergwerk - 12 Bücher"


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König Midas wünschte sich von Dionysos, dass alles was er anfasste, zu Gold werden möge. Doch als ihm dieser Wunsch erfüllt wurde, konnte er nicht mehr essen, trinken und sich nicht mehr fortpflanzen, denn alles um ihn verwandelte sich in das glänzende Metall. Er hatte Glück, denn die Götter hatten Erbarmen. Sie gestatteten ihm, sich durch ein Bad im Fluss Paktolos von seiner vermeintlich vorteilhaften Fähigkeit zu befreien. Seither führt dieser Fluss Gold - Elektrum, das weißliche hellgelbe Gold.


Heutige Staaten, die sich dem industriellen Goldbergbau verschrieben haben, machen ähnliche Erfahrungen.

Moderne chemische Verfahren erlauben es, in fast jedem Land der Erde Gold zu gewinnen. Doch wenn Agrarland, Regenwälder und Fischbestände der Industrie zum Opfer fallen, dann wird das Gold vom Segen zum Fluch.
Goldmine in der Cordillera-Region im Norden der Philippinen. Seit Jahren protestieren hier Ureinwohner gegen die beispiellose Zerstörung ihre Landes.Foto: Dave Richards
Goldmine in der Cordillera-Region im Norden der Philippinen. Seit Jahren protestieren hier Ureinwohner gegen die beispiellose Zerstörung ihre Landes.
Foto: Dave Richards


Hundertausende Menschen wurden bereits durch Goldbergbauaktivitäten aus ihrer Heimat vertrieben. Für die meisten von ihnen bedeutet dies den Absturz in die Armut oder sogar Hunger und Unterernährung, denn mit ihrem Land verlieren sie häufig ihre einzige Lebensgrundlage. Mit einer Entschädigung, die ihnen ein Weiterleben in Würde ermöglichen würde, können sie normalerweise nicht rechnen.

Land ist Leben

Während Menschen in den Industrieländern sich überwiegend durch Lohnarbeit ernähren, sind Kleinbauern, Fischer und Ureinwohner in Lateinamerika, Asien oder Afrika auf Land zum Überleben angewiesen. Es gibt ihnen Nahrung, Einkommen und soziale Sicherheit. So bedroht der Landhunger der Goldminen nicht nur Regenwälder und Korallenriffe, sondern es verletzt auch das Menschenrecht auf Nahrung. Wenn Kleinbauern zwangsumgesiedelt werden, erhalten sie manchmal neue Dörfer, aber der Zugang zu Land und Wasser bleibt ihnen zumeist verwehrt. Die Folgen sind Hunger, Unterernährung und Gesundheitsschäden.

Wenn ein Bergbaukonzern von der Regierung eine Schürflizenz erhält, so werden oft Menschen gewaltsam vertrieben - so wie 1996 in Tansania, als nach Berichten von Amnesty International während der Vertreibung von Kleinschürfern aus den Kahama Goldfields mindestens fünfzig Menschen grausam ums Leben kamen.

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