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Bezeichnungsvorschriften

Die Bezeichnung "Doublé"

ist seit 21. Dezember 1923 in Deutschland, laut Reichsgerichtsurteil, gesetzlich geschützt.

Laut österreichischem Punzierungsgesetz (§ 26) sind bestimmte Auflagen in Bezug auf Doublé in Geschäften und Werkstätten bei der Werbung und Aufbewahrung solcher Gegenstände zu erfüllen. (Wir unter der Grundfrage 8 "Gesetzliche Bestimmungen im Schmuckhandel" bearbeitet.)

Die aufgewalzte Gold-, Silber- oder Platinschicht ist sehr dünn und wird in Mikron gemessen.
Die Qualität dieser Produktionspalette wird durch drei Größen charakterisiert:
  • a) durch den Feingehalt der Auflage;

  • b) durch die Stärke der Auflage;

  • c) durch das in 1 kg Material enthaltene Feingold = Promillegehalt.

Feingehalt der Auflage:

Aus diesem lässt sich nicht auf die Dicke der Auflage schließen.
Stärke der Gold-, Silber- und Platinlegierungsauflagen bei Doublé wird gemessen in Mikron (m ); 1 Mikron ist der tausendste Teil eines Millimeters. Die Mikronzahl erlaubt einige Schlüsse auf die Lebensdauer des Doublés.

Eine 10 m dicke 585/000 - Auflage hält bei mittlerer Beanspruchung etwa fünf Jahre.
Bei Waren mit großer Fläche wird die Doubléqualität gern in Mikron angegeben; das gilt für Uhrgehäuse, Zigarettenetuis, Manschettenknöpfe u.a. In der Praxis ist leider statt der modernen Mikronangabe immer noch die Angabe in Nummern üblich (1 Nummer = 5m = 1/200 mm). Aus der Angabe in Mikron lassen sich weder Karatierung noch der Promillegehalt berechnen.

Alte Nummernangaben:

  • 1000m = 1,00 mm = 200 Nummer

  • 500m = 0,50 mm = 100 Nummer

  • 250m = 0,25 mm = 50 Nummer

  • 100m = 0,10 mm = 20 Nummer

  • 10m = 0,01 mm = 2 Nummer

Promillegehalt:

Bei Gegenständen mit unterschiedlicher Blechdicke, wie z.B. Armbänder, Ketten, Ohranhängern usw., wird die Qualität in Promille ausgedrückt, in Tausendteilen, in Milliemes.

Die Milliemeszahl gibt an, wie viel Gramm Feingold in 1 kg Material vorliegen. Kennt man das Gewicht eines Doubléschmuckes und die Milliemeszahl, so weiß man, wie viel Gramm Feingold man damit besitzt.
Die Dicke der Auflage und deren Karatierung kann man daraus nicht berechnen.

Aus dem Gesagten ergibt sich, dass man zu einer einwandfreien Beurteilung der Doubléqualität zwei der erwähnten drei angaben benötigt.
Man findet bei Schmuckstücken, die aus dieser Technik hergestellt wurden, die verschiedensten Markennamen, wie z.B.
  • Uniondoublé 50/000 Mikronauflage

  • Goldmagnet 110/000 Mikronauflage

  • Amerikanisch-Charnier 20-25/000 Mikronauflage

  • Amerikanisch-Doublé 10-12/000 Mikronauflage

  • Conventdoublé (Markendoublé von sechs Pforzheimer Firmen mit unterschiedlichen Mikronstärken).

Ferner gibt es noch teils geschützte, Teils ungeschützte und teils vollkommen veraltete Markenbezeichnungen, wie z.B.:
  • Goldpfeil 35/000 Mikronauflage

  • Goldvlies 16/000 Mikronauflage

  • Oresto 5/000 Mikronauflage

  • Komet 35/000 Mikronauflage

  • Goldhelm 100 Mikron starke Auflage von 585/000-Gold auf Silber

  • Obergold 37,5 Mikron starke 585/000-Goldauflage auf Tombak

  • Goldfront 25 Mikron starke 585/000-Goldauflage auf Silber

  • Goldgloria 75/000 Mikronauflage

  • Goldanker 10/000 Mikronauflage

  • Goldschild 12,5 Mikron starke 585/000-Goldauflage auf 835/000-Silber

Diese Bezeichnungen finden in erster Linie in Deutschland Anwendung.

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