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| In Europa wurden diese Bälle nicht wie in China als eigenständige Schaustücke verwendet, sondern sie dienten als abschließende Bekrönung von gedrechselten „Kunststücken“. |
 Holzmodell, zur Demonstration der Herstellungstechnik kunstgedrehter Kugeln, Ø 14 cm. | Die Herstellung einer Wunderkugel erfolgt in der Weise, dass man zuerst eine Kugel drechselt. Nach dem Einspannen in der Drehbank mittels Klemmfutter werden in die Kugel konische Löcher gedreht.
Die in der Drehbank rotierende Kugel wird in der Folge von innen nach außen und von einem Loch zum anderen mit den gebogenen Schneidstählen weiter bearbeitet. Jede Kugelgröße benötigt entsprechend ihrem gewünschten Durchmesser und damit ihrer Krümmung einen speziellen Drehstahl. Die Klinge für die innerste, volle Kugel ist am kürzesten und am stärksten gekrümmt.
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Noch schwieriger als Wunderkugeln zu fertigen ist es, nach demselben Prinzip Polyeder (Vielflächner) zu drechseln, innerhalb derer sich weitere hohle Polyeder befinden. Von dem 1576 von München an den Hof in Dresden gezogenen Drechsler Georg Wecker ist bekannt, dass er u. a. aus bis zu 24 hohlen Polyedern bestehende Schaustücke drechselte und als Bekrönung von Pokalen verwendete.
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