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19. Jahrhundert

In der Elfenbeinschnitzkunst des 19. Jh. finden wir vor allem drei Strömungen:

1. Großer Beliebtheit erfreute sich das unter den Begriff Historismus fallende Nachahmen früherer Stile. Begonnen hat dieser Eklektizismus gegen 1820 in Frankreich mit dem Wiederaufleben des Rokoko, heute zweites Rokoko oder Neorokoko genannt.

Aus Bronze und Elfenbein gefertigtes Petschaft des Historismus.
Die Frau ist in der Mode der Gotik bekleidet
H. 8,5 cm.
Aus Bronze und Elfenbein gefertigtes Petschaft des Historismus. Die Frau ist in der Mode der Gotik bekleidet H. 8,5 cm.



Bei Elfenbeinarbeiten äußerte sich dieser Trend in der Wiederverwendung von Rocaillen als Stilelement und das Schnitzen von Figuren, deren Kleidung die Mode des Rokoko widerspiegelt. Ab den 1840er Jahren setzte sich dann der Historismus in Form der Neu- oder Neogotik in ganz Europa fort. (In England hatte die Wiederbesinnung auf die Gotik, mit Darstellungen von Spitzbogen, Maßwerk und Fialen als architektonisches Beiwerk, bereits um 1750 begonnen.)

Seit der Mitte des 19. Jh. waren dann auch, insbesondere im deutschsprachigen Raum, Schnitzereien im Stil der Renaissance, mit gedrechseltem einfachem oder doppeltem Wund sowie gravierten Arabesken bzw. Grotesken und Schnitzereien im Stil des Barock beliebt, mit Akanthus und der Kammuschel als Zierformen.

Es entwickelte sich auch ein Mischstil, bestehend aus Elementen der Spätgotik, der Renaissance und des Barock, der Altdeutscher Stil“ genannt wird. Bei der als Petschaft ausgebildeten Büste einer Frau, mit einer in der Gotik üblichen Kopfbedeckung, handelt es sich um ein für den Historismus typisches Motiv

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