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Mode und Schmuck des Empire 1

Bis zum Jahre 1408 hatte sich die Kleidung nicht wesentlich geändert, man hatte aber erkannt, dass sich die leichte Kleidung für das kühle Pariser Klima nicht eignete.

1804 untersagte Napoleon außerdem den Import des indischen Musselins und förderte so die Produktion der "Lyoner Seide".

Unter Napoleon distanzierte sich die Pariser Bürgermode von der historischen Mode bei Hof, die vorwiegend dem Willen des Kaisers entsprach. Napoleon wollte an die alten Traditionen von Versailles anknüpfen und ließ von den Hofmalern David und Isabey Entwürfe für Prunkmode schaffen.

Damenmode:

Wärmere Stoffe wurden wieder modern (Taft, Samt, Brokat), das Dekolleté wurde kleiner.

Die Ärmel der Kleider waren entweder lang oder kurz, zu kurzen Ärmeln trug man lange Handschuhe, die die Arme verhüllten.

Die Schleppe verschwand völlig aus dem Alltag, sie wurde nur mehr Bestandteil der Hoftoilette.
Um 1810 reichten die Kleider nur mehr bis zu den Knöcheln und zeigten niedrige, absatzlose Schuhe.

Herrenmode:

Die Kleidung der Männer entwickelte sich weiterhin nach englischen Vorbildern.
Die Hose wurde der heutigen immer ähnlicher.
Das Dekorative der Herrenkleidung konzentrierte sich auf den Hals: die Krägen von Hemd und Sakko, einschließlich der kunstvoll geschlungenen Krawatte, bildeten eine Einheit.
Die Hosenbeine gehen in Gamaschen über.

Stil des 1. Empire:

Schmuck wurde hauptsächlich für Repräsentationszwecke verwendet.
Wuchtige Römische Motive, Adler, Widderköpfe, Mäander und Lorbeerkränze als Dekorationselemente. Klassizistisches Gepräge.
Verwendet wurden hauptsächlich Edelsteine, Perlen, Gemmen und Kameen.
Hohe handwerkliche Perfektion der Goldschmiede und Emailleure.

Schmuck bei Hof / Abendschmuck

Die mehrteilige Schmuckgarnitur, die "Parure", die schon im 18. Jh. bekannt war, behielt auch um 1800 noch ihre Bedeutung.
Sie bestand meist aus einem Diadem, Halskette, Armbändern, Brosche und Ohrgehängen, gelegentlich kamen Steckkämme und Gürtelschnallen dazu.

Kreolen-Ohrgehänge in Schlangenform, etruskische Ohrgehänge.
Schlangenarmbänder am Oberarm getragen, Armreifen mit durchbrochenen Mustern. Diademe in Form von Tempelgiebeln, Haarreifen. Broschen, die auf der Schulter getragen werden. Gürtelschnallen. Diamanten im Rosen- oder Altschliff, in Pavé-Fassungen, Rubine und Smaragde wurden nur bei großen Anlässen getragen.

  • Ohrringe und Ohrgehänge
    Große kreisrunde Ohrreifen, sogenannte Kreolen Ohrringe, sehr leicht und hohl gearbeitet.
     
  • Armschmuck
    Der Armschmuck, der im Rokoko kaum Bedeutung hatte, kam im Klassizismus wieder in Mode.
     

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Ohrringe und Ohrgehänge>>


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