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Änderung der Diskussion?
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Hermann Maurer
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Änderung der Diskussion?
geschrieben am: 2005-04-23 14:55:24
Ich würde mich freuen, wenn nun die Diskussion hier in eine etwas andere Richtung geht. Erstens, ich habe schon mehrmals darauf hingewiesen, dass Wikipedia keine Lösung ist, weil die Rechte an den Materialien in AEIOU nicht freigegeben sind, und ein Kopieren auch einzelner Beiträge in die Wikipedia daher nicht gestattet ist. Auch selbst wenn man die Freigabe der Rechte erreichen könnte, wer wartet dann die Einträge? Es ist inzwischen mehr oder minder sicher, dass der Server weiterbetrieben wird, und dass die Einträge auch gewartet werden, das ist durch die Unterstützung aller gelungen, danke, darüber muss jetzt nicht mehr diskutiert werden. Was aber gut wäre zu wissen ist: was ausser Lexikon wird als wichtig empfunden: die Musikgeschichte, das Musikkolleg, die historischen Bilder und Filme? Welche andere/ zusätzliche Funktionalität würde man sich (z.B. für Schulen) wünschen. Für Hinweise in diese Richtung wäre ich dankbar.
Herzlichst
Hermann Maurer
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Mathias Schindler
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AW: Änderung der Diskussion?
Antwort vom: 2005-04-25 16:22:58
Sehr geehrter Herr Maurer,
ich stimme Ihnen in den meisten Punkten zu. Dennoch fehlt mir im Moment nur die Information, daß die Abschaltung des AEIOU nicht zu einem beliebigen zukünftigen Zeitpunkt wieder erfolgen kann, weil in der Lizenzierung der Inhalte oder der Verteilung der anfallenden oder berechneten Kosten etwas geändert wurde.
Gibt es denn eine belastbare Sicherheit dafür, daß AEIOU das Jubiläumsjahr überleben wird?
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rusbeck
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AW: Änderung der Diskussion?
Antwort vom: 2005-04-29 15:04:47
>Auch selbst wenn man die Freigabe der Rechte erreichen könnte, wer wartet dann die Einträge?
Achje... genau das ist der Punkt warum Sie sich mal genauer mit Wikipedia und Open Source Projekten beschäftigen sollten. Ob sie es glauben oder nicht, es wird gewartet, von vielen vielen vielen freiwilligen Helfern.
Nebenbei, was mir schon die ganze Zeit auffällt, ein freiwilliger Helfer ist nicht gleichzeitig das Gegenteil von einem Experten.
Erstens weil ich mich immer noch der Meinung bin, dass ein Dilettant (ital. dilettare aus lat. delectare "sich ergötzen") im eigentlichen Sinne ein Laie ist, der eine Sache um ihrer selbst willen ausübt. Das heißt also noch lange nicht, dass schlecht gearbeitet wird.
Und zweitens, weil ich die Diskussion im Zeitalter der Proszessoptimierung schon gar nicht verstehe.
Was kann es schöneres für einen Experten geben, wenn ihm Leute ohne einen Budget- ober Arbeitszeitrahmen zuarbeiten und er dadurch sein Expertenwissen einfach vertiefen kann?
Allein beim Wort "Quellenkunde" müsste doch jedem Historiker ein ganzer Kronleuchter aufgehen, worin der Vorteil von vielen freiwilligen Mitarbeiter besteht. Gut, das Werzeug eines Open Source Projektes muss man sich mal zu eigen machen. Die Finazierung erfordert mal etwas mehr kreatives Nachdenken. Na und?
Letzteres ist nicht mal so kreativ, wenn ich mir den heutigen Spiegel durchlese. Da macht doch ein Verlag glatt Umsatz (bitte, mit einer gehörigen Spanne!) indem Inhalte von Wikipedia auf anderen Medien (DVD, Papier) verbreitet werden.
Auch wenn ihnen jetzt gleich übel wird weil ich ein altes Zitat bemühe: the media is the message. (oder war es "profit"?)
Ich denke, das Grundübel in der Diskussion liegt einfach in der uneingestandenen Erkenntnis, dass digitale Daten nicht nur replizierbar sind, sondern geradezu der Wesenszug der digitalen Technik ist. Anders ausgedrückt: alles was heute digitalisiert werden kann, ist nicht nur kopierbar es ist seinem Wesen nach Kopie. Niemand glaubt doch ernsthaft, dass ich eine Mail "versende" indem ich die Nachricht Elektron für Elektron von A nach B schicke.
Digitale Technik ist imer die Kopie eines Zustandes von A nach B. Die Diskusion nach "Kopierschutz" (= Urheberrecht im engeren Sinne) ist meiner Meinung nach eine Diskussion wie man Wasser trocken macht.
Sicher, es wird dadurch nicht einfach sein, sich in Zukunft mit geister Arbeit zu behaupten aber das war es auch in der Vergangenheit nie.
Aber vielleicht könnte man in diesem Forum auch einmal den Versuch machen anzudenken, wie man heute mit solchen Wissensprojekten umgeht.
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Mathias Schindler
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AW: Änderung der Diskussion?
Antwort vom: 2005-05-02 21:16:10
Hi rusbek,
da bist du ja ordentlich in der Argumentation zu einer Grundsatzdebatte übergegangen, auch wenn ich bei einigen Teilen am Anfang heftig mit dem Kopf nicken musste. Da schlägt Hermann Maurer eine Änderung der Diskussion weg von der Wikipedia vor (plausibel, es geht ja neben dem AEIOU als Lexikon auch um seine Rolle als referenztaugliche Implementierung von Hyperwave) und bekommt das genaue Gegenteil.
Vielleicht schaffe ich ja eine Änderung der Diskussion: Ist es seit dem 23. April nun klarer, ob die Inhalte (drei Updates scheinen laut AEIOU ja im Verzug zu sein) wieder gepflegt werden? Wie lange ist eine Betreuung gesichert, wie intensiv wird sie ausfallen?
Niemand wird wohl von einem Lexikon tägliche Wasserstandsmeldungen über die BZÖ oder die Blauen erwarten (man komme mir jetzt mal fairerweise nicht mit dem Gegenbeispiel, das mit W anfängt), aber ein bisschen darf es ja nach einer Weile, wenn sich der Staub gelegt hat, schon sein. Oder man erklärt sich zur historischen Momentaufnahme, streicht den Text auf http://www.aeiou.at/aeiou.encyclop und ist sich seiner Sorgen entledigt.
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