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Wikipedia

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rusbeck 
Wikipedia
geschrieben am: 2005-04-29 01:49:47
Die Diskussion zeigt wieder einmal wie wenig engstirnig Leute "vom Fach" werden, wenn es um Open Source Projekte geht.
1. ein quantitatives Abmessen über die Anzahl der "Österreich" Artikel im Wikipedia ist Unsinn. Denn Österreich ist einfach ein Aspekt bei Wiki, genauso wie Deutschland oder Schweiz.
1a) ein Gedanke noch dazu: Was bitteschön hindert die angeblich so interessierten Verfasser daran ein ÖsterreichWikipedia zu bauen, dass sich direkt mit der Wikipedia austauscht?
1b) Gerade weil Wikipedia so umfangreich ist, kann man sachspezifische Beiträge leichter vernetzen. Wer Schrödinger oder Bettauer oder Weidinger waren kann man nicht nur nachlesen, man kann im Wikipedia auch nachlesen was sie gemacht haben und z. B. bei Naturwissenschaftler auch nachlesen wie ihre Theorien oder Erkenntnisse funktionierten.
2. Die Qualität von Wikipedia ist erstaunlich hoch. Die Korrektur geschieht nicht durch "Autorität" sonder durch Teamplay. Aber gerade das macht es für einige wohl so unheimlich.
Natürlich hängt die Quantität auch von der Interessenslage der Nutzer ab. Aber gerade das ist ja der Vorteil. Besonders gut nachszulesen war in den letzten Tagen z. B. das Thema Papst. Genau dann als es aktuell wurde, wurde auch am meisten und ausführlich (und korrekt!!) geschrieben.
3. Bei der Kosten-Nutzen Rechnung stellt Wikipedia jedes vergleichbare Projekt im Internet in den Schatten.
4. Bei aller Urheberechtsdiskussion in Ehren: ein Internetprojekt zu starten und davon auszugehen, dass die Anwender die Texte und Bilder nicht nutzen ist milde gesagt naiv. Wer traditionell mit bedrucktem Papier Geschäft machen will, sollte nicht eine Internetdatabase bauen, sondern lieber ins Tapetendruckgeschäft wechseln.
5. Der Streit über das "Expertentum" ist inzwischen wahrlich ein akademischer. Wer immer noch glaubt man wird Experte in dem man Wissen möglichst exklusiv anhäuft und ein Mysterium darum macht, wird in vielerlei Hinsicht den Anschluss an die Gesellschaft verpassen und letztlich seine Position als Experte verlieren.
6. Selbst Microsoft, ein Experte für "exklusives" Wissen hat inzwischen beim Thema Nachschalagewerke w. o. geben müssen. Jetzt "darf" jeder an der Encarta mitarbeitne. Selber schuld, sie haben verloren,
7. Gerade Experten verstehen es immer mehr sich üer Open Source Projekte zu verbinden und so ihren Ruf auch gerecht zu werden. Das Wissen (besonders enzyklopädisches Wissen) an und für sich ist kein Nischenmarkt mehr.
8. Wer glaubt, dass man mit offenen Lizenzen kein Geld verdienen darf, hat es einfach nicht kapiert.




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