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Flohfallen

Unter den gedrechselten Objekten des 19. Jh. gibt es walzen- oder leicht birnenförmige, aufschraubbare, 2–5 cm hohe Büchslein, die mit sehr schmalen oft in Form von Ornamenten ausgeführten Einschnitten versehen sind. Am oberen Ende haben die Behälter eine Anhängeöse. Heute ist der Zweck dieser aus Bein oder Elfenbein gedrechselten Objekte meist nicht mehr bekannt. Es handelt sich dabei, man höre und staune, um Flohfallen. (Bibl., G. SCHIEDLAUSKY, 1987, S. 26-38).

Bei größeren Exemplaren ist mit dem aufschraubbaren Oberteil ein stempelartiger Zapfen fix verbunden, der in das Innere der Flohfalle ragt und auf den man ein Gemisch aus Blut, Honig, Harz und verschiedenen Duftstoffen aufbrachte. Bei kleineren Flohfallen erfüllte ein mit einem solchen Gemisch bestrichenes Stückchen Stoff denselben Zweck. Vom Geruch angezogen, blieben die Flöhe an der klebrigen Masse haften. Solche Flohfallen wurden der stark verbreiteten Flohplage wegen von den Frauen unter den weiten Röcken hängend getragen.

Auf die Herstellung von Flohfallen waren vor allem die Geislinger Drechsler spezialisiert.

Gedrechselte Flohfalle, aus Geislingen, Bein, H. 4 cm , Ø 1 cm.
Gedrechselte Flohfalle, aus Geislingen, Bein, H. 4 cm , Ø 1 cm.
 

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