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Ghana: Das goldene Elend von New Atuabu

New Atuabu ist eine Siedlung im Wassa West District, der westlichen Region Ghanas. Sie ist vor Jahren entstanden, nachdem da südafrikanische Goldunternehmen, Goldfields Ghana Limited (GGL), seinen Tagebau erweiterte und somit die Dörfer Old Atuabu und Akontanse, die auf ihrem Konzessionsgebiet lagen, umsiedeln musste. Die Umgesiedelten wurden nicht nach ihrer Zustimmung gefragt, nicht einmal Absprachen mit ihnen gab es. Die neun Häuser, die der Konzern bauen ließ, haben meist ein oder zwei Räume – viel zu wenig für eine ghanaische Familie, der oft zehn bis zwölf Menschen angehören. Neues Ackerland bekamen die Menschen von New Atuabu nicht, so dass sie jegliche Ernährungsgrundlage verloren haben.

“Wir haben kein Land mehr, um Cassava, Plantain, Yam, Tomaten und Ananas anzubauen, womit wir unsere Familie ernähren“, klagt eine Frau, die auf dem menschenleeren Marktplatz weilt.

„Schauen Sie sich diesen gespenstischen Platz an (...). Haben Sie schon einmal einen Marktplatz gesehen, auf dem keine Menschen zu sehen sind und wo kein Gemüse, Obst und andere Waren verkauft werden? Wir wissen nicht mehr, wovon wir uns ernähren sollen, wir können kein Schulgeld für unsere Kinder aufbringen
Neubauten für zwangsumgesiedelte DorfbewohnerFoto: Simone Pingel
Neubauten für zwangsumgesiedelte Dorfbewohner
Foto: Simone Pingel

und unsere Männer haben keine Arbeit, obwohl sie ihnen von GGL versprochen wurde.“

Viele Menschen aus dieser Siedlung sind bereits wieder nach Old Atuabu und Akontanse zurückgekehrt, um dort auf ihren Feldern zu arbeiten.

Menschenleere Markthalle in New AtuabuFoto: Simone Pingel
Menschenleere Markthalle in New Atuabu
Foto: Simone Pingel
Old Atuabu und Akontanse sind nicht die einzigen Dörfer, denen das wertvolle Gold zum Verhängnis wurde. Nachdem die ghanaische Regierung die Bergbaugesetze reformierte und Anreize für ausländische Investoren schaffte, siedelten sich 13 große Goldunternehmen im Westen des Landes an.

Die Förderung erfolgt heutzutage ausschließlich im Tagebau und unter Einsatz hochgiftiger Chemikalien wie Zyanid. Von den Folgen sind in Ghana zehntausende Menschen betroffen, die entweder direkt von

ihrem Land vertrieben werden oder zur Flucht gezwungen sind, weil kein Trinkwasser mehr vorhanden ist.

Als die Menschenrechtsorganisation FIAN über die Zustände in den Goldfördergebieten alarmiert wurde, forderte sie die Regierung des Landes mit Briefkampagnen auf, den Menschenrechtsverletzungen ein Ende zu setzen. Doch nur mit der Unterstützung der Goldverbraucher und Goldverarbeiter in den reichen Ländern wird es möglich sein, das Recht der Menschen von Atuabu auf ein Leben in Würde gegenüber den mächtigen Konzerninteressen auf Dauer durchzusetzen.


Ghana ist nach Südafrika zum größten Goldproduzenten des schwarzen Kontinents aufgestiegen. Große Hoffnungen auf Entwicklung und Wohlstand verbanden sich mit dem „Mining Boom“. Doch heute sehen sich die Menschen betrogen. Land und Wasser wurden ihnen genommen, doch der erhoffte Wohlstand ist ausgeblieben.


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