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Digital oder konventionell? Beide Systeme bieten Vorteile

Letztendlich richtet sich die gewählte Aufnahme-Technik nach dem Zweck der Aufnahme. Eine mit konventioneller Technik erstellte Aufnahme lässt sich vielfältig verwenden. Allerdings nur sehr eingeschränkt für das Internet oder die Bildschirmpräsentationen. Selbstverständlich lässt sich eine solche Aufnahme hochwertig digitalisieren, aber die Vorteile der neuen Medien, kann man dabei nicht voll ausschöpfen. Ein digitales Foto wiederum ist für meine Arbeit derzeit für die hochwertige Printverarbeitung ungeeignet. Eine animierte Darstellung, wie oben beschrieben, lässt sich mit digitaler Aufnahmetechnik viel zeitsparender realisieren. Auch lässt sich die Animation, die für jedes Stück etwas anders umzusetzen ist mit verschiedene Beleuchtungen, Drehwinkeln, Drehachsen, und Anzahl der Aufnahmen sehr schnell probeweise animieren, bevor es an die endgültige Ausführung geht.
 
Die Gestaltung von Einzelaufnahmen für statische Anwendungen kann der Fotograf mit einer konventionellen Fachkamera wesentlich leichter kontrollieren. Denn schon während des Aufnahmevorganges ist das gewünschte Motiv auf der Mattscheibe sehr groß sichtbar und entspricht weitgehend dem fertigen Dia. Der kleine Pixel beschränkte Bildschirm einer Digitalkamera zeigt das zu erwartende Bild im ersten Moment nur unzureichend. Auch bietet die konventionelle Technik hohe Datensicherheit: Ein Dia löscht man nicht aus Versehen.
 
Da sowohl die konventionelle Fotografie auf Film als Technik ausgereift, als auch die Scantechnik sehr weit entwickelt ist, bevorzuge ich diese Vorgehensweise zur Digitalisierung meiner Lichtbilder. Ich bin den neuen Techniken und Medien gegenüber aber nicht verschlossen. Denn auch die konventionelle Fotografie steckte einmal in den Kinderschuhen. In den neuen Medien stecken viele neue Möglichkeiten für die Fotografie.
Das Internet bietet Umsetzungsmöglichkeiten die zum Beispiel in einem gedruckten Katalog nicht existieren. Der Fotograf muss diese Tatsache bei der Aufnahme beachten, denn unterschiedlichen Medien fordern unterschiedliche, dem Medium angepasste Umsetzungen. Das heißt nicht, dass Aufnahmen für das Internet immer digital fotografiert werden sollten.
 
Die Mikrobilder auf den Seiten von BeyArs sind konventionell fotografiert. Da ich so fotografisch die bessere Qualität bekomme. Wenn ich ein solch detailliertes Bild digitalisiere und im Internet präsentiere habe ich Auflösungsreserven die mir mit der digitalen Fotografie nicht zur Verfügung stehen. Diese sind wichtig, wenn beispielsweise die Betrachter in ein so detailliertes Bild per Mausklick hineinzoomen wollen. Es gibt jetzt eben zwei Welten: Die reelle Welt und die virtuelle Welt, die dem Fotografen ganz unterschiedliche Bedingungen stellen.

Text: Ulrich Ghezzi


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