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Berühmte Juweliere aus Frankreich
RENÉ LALIQUE:
Der bedeutendste Schmuckkünstler des Art Nouveau war der Pariser Goldschmied René Lalique (1860 bis 1945), der erstmals 1895 mit seinen Arbeiten auffiel.
Seine Motive waren meistens Frauengestalten, Pflanzen und Tiere.
Er setzte vorwiegend weniger kostbare Materialien wie Perlmutt, Perlen, Elfenbein, diverse Schmucksteine, Email und Glaseinlagen ein und verwendete kaum Diamanten.
Ab 1895 wurden Schmuckstücke und Objets d'Art aus der Werkstatt Laliques mit einem Namensstempel versehen, manchmal auch mit einer gravierten Signatur.
Lalique befasste sich intensiv mit der Technik des Emaillierens und zeigte großes Interesse für den Glasguss.
Zwischen 1908 und 1910 entstand ein serienmäßig produzierter Schmuck aus gegossenem Glas.
An Metallen verwendete Lalique vor allem Gelbgold und Grüngold, oxydiertes Silber, Platin und patinierte Bronze.
Lalique erzeugte neben Gewandschmuck (Knöpfe, Gürtelschnallen und Gürtelschließen ) auch Kopfschmuck (Diademe, Schmuckkämme), Broschen, Anhängeschmuck, Halsschmuck und Brustschmuck (Brustschmuck für Sarah Bernardt) sowie komplette Schmuckgarnituren. |
VAN CLEEF & ARPELS
1906 gründeten Julien, Louis und Charles ARPELS zusammen mit ihrem Schwager Alfred VAN CLEEF, in dessen Familie das Goldschmiedehandwerk schon seit Generationen ausgeübt wurde, die Firma Van Cleef & Arpels auf der Place Vendôme in Paris, zu der später Filialen in Deauville, Cannes, Monte Carlo, London, Genf, New York und Palm Beach dazukamen.
Binnen kurzem erlangte ihr erlesener Schmuck Weltruhm.
Van Cleef & Arpels verfügen über einen äußerst prominenten Kundenkreis, deren Namen nie bekannt gegeben wurden.
Einzige Ausnahme: Kaiserin Farah Dibah, für die Van Cleef & Arpels die Krone herstellten. |
GEORGES FOUQUET
Der Pariser Goldschmied Georges Fouquet (1862 – 1957) gehörte ebenfalls zu den bedeutendsten Schmuckkünstlern Frankreichs, nicht nur des Art Nouveau sondern auch des Art Déco.
Fouquet übernahm 1895 das Geschäft seines Vaters und arbeitete nach Entwürfen von Alfons Maria Mucha (1860-1939) und Eugène Grasset.
Zu seinen bekanntesten Schmuckstücken gehört eine Brosche mit dem Porträt von Sarah Bernhardt, sowie der Schlangenschmuck, den die Schauspielerin in ihrer Rolle als "Kleopatra" trug. |
CARTIER
Louis Francois Cartier eröffnete 1847 sein Geschäft in Paris und belieferte bereits wenige Jahre darauf Kaiserin Eugénie mit Schmuck im Stil des Louis XVI.
Daneben produzierte er auch Schmuck nach Mustern der italienischen Renaissance und nach ägyptischen Vorbildern.
1874 wurde sein Sohn Alfred Partner und Mitarbeiter.
Cartier belieferte das Paris des "Fin de siècle".
1898 verlegte Alfred Cartier mit seinem Sohn Louis das Geschäft in die berühmte Rue de la Paix, wo es heute noch ist.
Cartier war einer der wenigen Goldschmiede, die Platinschmuck erzeugten. Er wurde nicht zuletzt dadurch zum berühmtesten Juwelier der Jahrhundertwende und belieferte Könige und Zaren, Industrielle und Noble aus dem fernen Osten.
1902 eröffnete Cartier eine Filiale in London und stellte Juwelen und Objets d’Art für die Königliche Familie her.
1909 eröffnete Pierre Cartier, ein Enkel von Louis, ein Geschäft in der Fifth Avenue in New York, nachdem er eine sehr begüterte amerikanische Industriellentochter geheiratet hatte.
Weitere berühmte Pariser Juweliere:
Lucien Falize
Lucien Gaillard
Eugène Feuillatre
Paul et Henri Vèver
Constantine Bulgari
Frèdèric Boucheron
Edouard Colonna
Pièl Frères |
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