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Der berühmteste Juwelier Russlands
Carl Fabergé Zu den bedeutendsten Namen der Jahrhundertwende zählt mit Sicherheit der russische Gold– und Silberschmied Peter Carl Fabergé.
Carl Fabergé, der "Juwelier des Zaren" – wie er auch genannt wurde, war bekannt für die hervorragende, handwerklich technische Verarbeitung seiner Schmuckstücke und Objets d'art. Ebenso für seine hochentwickelte Email- und Niellotechnik mit feinsten Farbschattierungen.
Formal gesehen lässt sich Fabergé in keine typischen Stilrichtungen der Jahrhundertwende einordnen.
In seinen Arbeiten sind alle Tendenzen seiner Zeit vertreten, vom Barock und Rokoko über Neoklassizismus und Jugendstil bis zur altrussischen Kunst.
Peter Carl Fabergé, 1846 als Sohn des Juweliers Gustav Fabergé und seiner dänischen Frau Charlotte Jungstedt in St. Petersburg geboren, war hugenottischer Herkunft und übernahm bereits im Alter von 24 Jahren das Geschäft seines Vaters in St. Petersburg, für das er Schmuckstücke und Objets d'art entwarf.
1883 enstand für den Zaren Alexander III. das erste der berühmten Ostereier, das für die Zarin Maria Feodorowna bestimmt war. Dieses Ei begeisterte den Zaren so sehr, dass Fabergé von nun an zu jedem Osterfest ein Ei herstellen musste.
1897 ernannten ihn auch die Königshäuser aus Schweden und Norwegen zum Hoflieferanten. Weltruhm erlangte er bei der Weltausstellung 1900 in Paris, nachdem er bereits 1882 auf der Panrussischen Ausstellung die Goldmedaille errungen hatte.
Anlässlich der Pariser Weltausstellung von 1900 zeigte Fabergé, auf Geheiß der Zarin, einige der kaiserlichen Ostereier, die man wegen ihrer Raffinesse und höchsten Handwerkskunst mit den Werken Cellinis verglich.
Fabergé wurde dafür mit dem Titel "Maître" geehrt und in die Ehrenlegion aufgenommen.
Neben den berühmten Ostereiern stammen aus den Werkstätten Fabergés (St. Petersburg, Moskau, Odessa, Kiew und London ) zahlreiche Kleinkunstobjekte: Zigarettendosen, Spiegelrahmen, Tischgeräte, Schirmgriffe, Leuchter, Schalen, Bleistifthalter, usw.
1918 wurde die Firma Fabergé geschlossen.
Fabergé selbst konnte über Riga und Berlin vor der Revolution fliehen und starb 1920 in Lausanne in der Schweiz.
Erst 72 Jahre nach der Oktoberrevolution wurde die Legende des Hauses Fabergé wieder belebt. 1989 ernannte die Fabergé Co., New York, die Pforzheimer Juwelenmanufaktur Victor Mayer zum weltweit exklusiven Werkmeister. Die Victor Mayer GmbH & Co. KG fertigt seither ausgewählte Juwelen, exklusive Ei-Objekte und Objets d'Art in der Tradition von Peter Carl Fabergé. |
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