Stücksuche:
Bitte mind. 2 Zeichen eingeben. Weitere Suchmöglichkeiten »

TROGER, Simon

Bekanntester Schnitzer von Holz-Elfenbein-Kombinationsfiguren. Da die Namen der anderen auf solche Figuren spezialisierten Bildhauer weithin unbekannt sind (etwa Grauppensberg und Kolb) werden Kombinationsfiguren häufig verallgemeinernd als Troger-Figuren bezeichnet.

Geboren ist Troger am 13.10.1683 und gestorben am 25.9.1768. Die Angabe des Geburtsjahres mit 1693/94 gilt als überholt. (Bibl., J. RINGLER, 1951; Bibl., E. v. PHILIP-POVICH, 1959). Als Geburtsort findet man bisweilen noch immer Haidhausen angeführt (zur Zeit Trogers ein Vorort Münchens), obwohl bereits im Katalog des Bayerischen Nationalmuseums von 1926 der Irrtum richtiggestellt ist und Abfaltersbach im Pustertal in Osttirol als Geburtsort genannt wird. (Bibl., R. BERLINER, 1926, S. 106)

Die vermutete Geburtsstätte des Bildhauers, das Anwesen der Familie Troger in Abfaltersbach, liegt in 1319 m Seehöhe und ist damit der höchstgelegene Bauernhof des dortigen Gebietes. (Bibl., K. WALDE, 1956). Fast 40 Jahre lang lebte der renommierte Bildhauer allerdings in Deutschland, wo er 1768 in Haidhausen starb. (Bibl., F. J. LIPOWSKY, 1810, II. S. 140).

Überliefert ist, dass Troger ab 1721 Bildhauergehilfe bei Meister Schmiedecker in Meran war und danach bei dem Bildschnitzer Nikolaus Moll in Innsbruck arbeitete, wahrscheinlich von 1723 bis 1725. Ab 1730 scheint der Name Troger bereits in München auf, und zwar in Verbindung mit Andreas Faistenberger, der gleichfalls aus Tirol stammte und in dessen Werkstatt Troger zwei Jahre lang beschäftigt war.

Zu den zeitgenössischen Erwähnungen Trogers zählt ein 1746 im Taufbuch von Bogenhausen (damals zuständig für Haidhausen) vorgenommener Vermerk, nach dem ein Studiosus Troger anstelle seines Vaters (Simon Troger) als Pate fungierte.

Wertvolle Einblicke über die Lebensumstände des Künstlers bieten die im November 1758 von dem kurbayerischen Geheimrat Josef E. Freiherr von Obermair (1724–1789) auf zwei Papierbogen gemachten Aufzeichnungen, die in dessen Nachlass gefunden wurden und in das Geheime Hausarchiv in München gelangten. Sie vermitteln den Eindruck, es handle sich dabei um Notizen, die der Freiherr von einem persönlichen Gespräch mit Troger gemacht hatte. (Bibl., C. A. BAADER, 1824, S. 92 f.; Bibl., F. J. LIPOWSKY, 1810, II. S. 140; Bibl., R. BERLINER, 1926, S. 108). Durch dieses Schreiben wurde die Tiroler Abstammung des Bildhauers evident, ferner heißt es darin, dass Troger mit 32 Jahren heiratete und er sowie seine Frau „nit von den frömmsten waren“.

<<PICHLER, Johann
>>


Aktuelle Objekte:

Henri Matiss... >

Torwart >



Aktuelle Objekte:

Schale >

Figur eines ... >