Mikrobilder Wunder der Bildhauerkunst
Wunderwerke aus Schatzkammern

von P.W. Hartmann

Nikolaus Klammer

Abb. 13 - 16 - Nikolaus Klammer,
geboren 1769 in Wien; gestorben 1830 in Graz.
Nach seiner Ausbildung bei den Brüdern Hess in Wien begab sich Klammer nach London und arbeitete dort aller Wahrscheinlichkeit nach im Atelier der beiden für den englischen König Georg III. als Hofbildhauer tätigen deutschen Künstler G. Stephany und J. Dresch. Beim Betrachten der minutiös gestalteten Mikrobilder Klammers verwundert es nicht, dass es im Künstlerlexikon Wastler heißt, der Künstler habe es „in seiner Kunst zu einer ganz fabelhaften Virtuosität gebracht“ (Lit., J. Wastler, Steirisches Künstlerlexikon). Obwohl manche Werke Klammers 1200 Goldgulden erzielten, hatte er zeit seines Lebens finanzielle Schwierigkeiten. Wie es heißt, war er „zu viel Idealist“, weil er an seinen Werken oft monatelang arbeitete. Von Gläubigern bedrängt sah sich Klammer gezwungen, für seine Arbeiten weniger Zeit aufzuwenden. Er verlegte sich von der Mikrotechnik auf Miniaturschnitzereien und stellte dann vor allem kleine Pferdeskulpturen her, die als Busen- oder Krawattennadeln dienten (Lit. P. W. Hartmann, Elfenbeinkunst, S. 112).

Wie seine Lehrmeister verwendete der Künstler als Pigment für den Bildhintergrund pulverisiertes Kobaltglas, und (nach seinem Aufenthalt in England) auch Täfelchen aus dunkelblauem Glas (Bristolglas).

Werke Klammers befinden sich u. a. im Joanneum in Graz, im Museum für angewandte Kunst in Wien, im Tabakmuseum in Wien, im Stift Seitenstetten und in Bristol, Museum and Art Gallery.
 

<<Adolphe Brodbeck
Jean Antoine Belleteste>>


Aktuelle Objekte:

BAUERNFEIND,... >

Frösche i... >



Aktuelle Objekte:

Brosche >

Christy Astuy >