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Abb.1 Maria-Theresien-Brosche

© Copyright Fotostudio Ghezzi
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Abb. 1 Drei Mikrobilder - Flusslandschaften
 
Das als "Maria-Theresien-Brosche" bezeichnete Kunstkammerstück besteht im Wesentlichen aus drei von Sebastian Hess gestalteten Mikroschnitzereien aus Elfenbein in Form von Flusslandschaften, die in "Primärfassungen" eingearbeitet sind.

Eine dieser aus (nicht anlaufendem) Feinsilber gefertigten schlichten Fassungen ist hochoval (2,4 x 1,7 cm), die beiden anderen sind rechteckig geformt, mit abgerundeten Schmalseiten (2,1 x 1,4 cm).

Vor dem Einsetzen der winzigen Elfenbeinreliefs wurde das aus zerriebenem Kobaltglas bestehende blaue Pigment des Bildhintergrundes unter Verwendung eines wässrigen Bindemittels mit einem Pinsel auf den Grund der Primärfassungen aufgetragen, wobei die Gewässer heller dargestellt sind als der Himmel.

Zum Unterschied von den meisten anderen Mikrobildern hat dieser Pigmentauftrag seine Farbintensität nicht verloren, d. h., er weist keine erkennbaren altersbedingten farblichen Veränderungen auf. Als Abdeckungen der Primärfassungen finden geschliffene Bergkristalle Verwendung und nicht Glas, wie in einigen Beschreibungen der "Maria-Theresien-Brosche" zu lesen ist.

Mitte der 1770er Jahre wurden die drei Kunstkammerstücke im Auftrag des Kaiserhofs in Wien in eine als Brosche gearbeitete 7 cm lange Schmuckfassung eingesetzt, wobei das hochovale Bild von den beiden rechteckigen flankiert wird. Diese sogenannte "Sekundärfassung" besteht aus Gelbgold, Silber und 84 Altschliffdiamanten.


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