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Die Herstellung von Siliciumcarbid in Edelsteinqualität

Die Herstellung von Siliciumcarbid in Edelsteinqualität

Für die Schmuckindustrie ist nur die Erzeugung von Einkristallen interessant.

Den Grundstein zur Herstellung von Moissanit in Schmuckqualität legte der Physiker J.A. Lely 1955.

Er entwickelte einen Zylinder aus Siliciumcarbid, in dem ein Hohlraum eingebaut war. Bei Erhitzung auf ca. 2.500 Grad Celsius konnten in diesem Hohlraum Carbidkristalle wachsen. Es gelang ihm Einkristalle durch Ausscheiden von SiC aus der Gasphase zu erzeugen.

Es konnten viele verschiedene Kristallisationstypen beobachtet werden. Die Problematik war eine kontrollierte Druck- und Temperaturregelung herzustellen. Dies gelang eigentlich erst in Rußland.

Bei der Herstellung von Siliciumcarbid Einkristallen durch Sublimation in einem "Sublimations-Kristallofen" wird noch heute das sogenannte "modifizierte Lely-Verfahren" angewandt.

Um 1990 hat sich ein gewisser Davis dieses Verfahren patentieren lassen und entwickelte ein kontrolliertes Wachstumssystem. Es gelang aus einer Dampfphase heraus Siliciumcarbid in verschiedenen Modifizierungen zu züchten.

Bei der Herstellung von großen Kristallen für den elektronischen Industriemarkt, fiel einem Arbeiter auf, dass der geschliffene Kristall wie ein grüner Diamant aussah.

Seitdem wird Synthetischer Moissanit von der 1995 gegründeten amerikanischen Firma C3, Inc. – North Carolina hergestellt.

Dadurch, dass es dieser Firma gelang Kristalle von ca. 15-20 ct. herzustellen, werden seit 1998 synthetische geschliffene Moissanite in unterschiedlichen Größen (0,10 bis 2,00 ct.) und in verschiedenen Farben hergestellt.
Gezüchtet werden sie als Einkristall.

Bereits 1979 wurden bei der Firma Cree Research synthetische Steine als Moissanite hergestellt. Diese fanden ausschließlich in der Technik Verwendung.

Seit 1998 sind Moissanite nun in Edelsteinqualität auf dem amerikanischen und europäischen Markt beobachtbar.

Schon 1999 wurde die Produktion von geschliffenen Steinen auf 60.000 ct. geschätzt. Wovon die Hälfte für den europäischen und asiatischen Raum bestimmt waren.

Laut Auskunft der Hersteller können Farben von schwach Gelb bis grünlich und fast farblos produziert werden, darunter eine A-Qualität von lupenrein bis Si, in den Farben K bis M. Eine B-Qualität von lupenrein bis Si und in den Farben N bis O.

Die Steine werden in erster Linie brillantiert, d.h. im Brillantschliff geschliffen und in der "kleinen Ware" (Melée-Größen) angeboten.

Hergestellt wird Moissanit in der USA fast farblos, gelblich und grün. In Rußland hingegen bräunlich-grünlich.

Synthetischer Moissanit als Siliciumcarbid kommt in den bereits genannten Modifizierungen vor. Die "6H"- Form (hexagonal) eignet sich zur Brillantimitation am besten.

Die Firma C3, Inc.-North Carolina, stellt eindeutige Auflagen an Ihre Abnehmer und hat gewisse Schranken eingebaut um einen Mißbrauch zu verhindern. So muß jedes Schmuckstück mit Moissaniten als solches eindeutig gekennzeichnet werden. Wer kann das aber bei der Weitergabe oder bei Re-Importen feststellen und kontrollieren?

Für die Erkennung gibt es verschiedene Prüfmethoden.

In einem tabellarischen Vergleich zwischen Diamant, synthetischem Moissanit und synthetischem Zirkonia sollen die chemischen und physikalischen Eigenschaften in einer einfachen Übersicht dargelegt werden.



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