Stücksuche:
Bitte mind. 2 Zeichen eingeben. Weitere Suchmöglichkeiten »

Die Gewinnung von reinem Siliciumcarbid

Vom Schleifmittel Carborundum zum Moissanit

Reines Siliciumcarbid erhält man durch Pyrolyse von Alkylsilanen oder Halogensilanen, wobei das technische Produkt durch Erhitzen eines Gemisches aus Quarzsand und Koks in elektrischen Öfen bei ca. 2500 Grad Celsius entsteht.

(SiO2 + 3C > SiC + 2CO – 618,5 kJ).

1892 entstand erstmals beim Versuch Diamanten synthetisch herzustellen, eine neue, fast farblose Mineralart namens "Caborundum".

Der Physiker E. A. Acheson verschmolz Kohlenstoff und Aluminiumsilicate indem er elektrischen Strom durch einen Graphitstab fließen ließ. Dabei fand er in der Nähe des Stabes kleine blaue Kristalle.

Er glaubte , dass es sich dabei um eine Verbindung mit Aluminium handelte. Geschmolzenes Aluminiumoxid heißt Co-rundum, in Anlehnung an diesen Namen nannte er die entdeckten Kristalle Carborundum.

Als Acheson später entdeckte, dass sein Carborundum gar kein Aluminium enthielt, sondern eine Verbindung aus Kohlenstoff und Silicium war, hatte sich der Name Carborundum schon eingebürgert

Später verwendeter Acheson Kohlenstoff und Sand zum Herstellen von Carborundum, den wir alle als Schmirgel kennen. Somit hat der Carborundum seinen Einzug in die Industrie gefunden.

Auch heute wird Siliciumcarbid als Schleifmittel noch nach dem Acheson-Verfahren hergestellt

Das Verfahren wurde mit geringen Verbesserungen zu einer hochtechnologischen Reife entwickelt, wobei weltweit verschiedene Varianten angewandt werden.
Die Weltproduktion wurde schon 1995 auf 850.000 t geschätzt.

Verwendet wird Siliciumcarbid als Schleif- und Poliermittel (ca. 35 %), als Hartstoff, Desoxidations- und Legierungsmittel in der Metallurgie (45%) und für die Keramikanwendung (20%).

Besondere Anwendung findet Siliciumcarbid in Heizstäben (Infrarotstrahler), bei Hochtemperaturtransistoren und Überspannungsableitern.

Ein durch Epitaxie hergestelltes Siliciumcarbid eignet sich für Halbleiter und als Material für Leuchtdioden (blaue LED).

Für die Schmuckindustrie ist nur die Erzeugung von großen Einkristallen interessant.

Physiker J.A. Lely legte 1955 den Grundstein hierfür.

1991 produzierte die amerikanische Firma Cree Rechearcg Inc. als erste einen einkristallinen Wafer mit einem Durchmesser von einem Inch.

Bestellung dieser Publikation >>

<<Siliciumcarbid und seine Eigenschaften
Die Herstellung von Siliciumcarbid in Ed...>>


Aktuelle Objekte:

Brillant - S... >

Pol Cassel "... >



Aktuelle Objekte:

"Im Fluss" >

Unbekannt >