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So entsteht ein Opal

Es hat Jahrhunderte gedauert, bis der Mensch mit modernen gemmologischen und mineralogischen Studien die Entstehung des Opales und die Ursache des Farbenspiels ermitteln konnte.

Die Kieselsäure kommt in der Natur in zwei verschiedenen Formen vor, einerseits ist sie kristallisiert und bildet die Mineralien der Gruppe der Quarze, und anderseits ist sie nicht kristallisiert, also amorph und bildet den Opal.

Opal mit Muttergestein aus Coober Pedy 
Opal mit Muttergestein aus Coober Pedy 

Daher kann man sagen, der Opal ist der Bruder des Quarzes. Das Hauptvorkommen von Opalen ist Australien. Ein typisches Beispiel für sedimentär entstandene Opale ist "Lightning Ridge" in Neu-Süd Wales:

  • Gesteinsverwitterung während des Tertiärs.


  • Zerlegung von Feldspat und Tonmineralien produziert Kaolin und setzt Silizium in hauptsächlich gelöster Form frei.


  • Schaffung von kleinen Hohlräumen in den Sedimentgesteinen durch Auflösung von kalkhaltigen Einschlüssen und Fossilien.


  • Senkung des Grundwasserspiegels hat die hochkonzentrierte Siliziumlösung tiefer befördert, wo sie sichin kleinen Hohlräumen gesammelt und über wasserstauenden Schichten gestaut hat.


  • Verfestigung der wässrigen Kieselsäure zu einem Gel im Laufe von Jahrtausenden


  • Verdunstung und Filtration des Wassers führen zu einer weiteren Erhärtung, nämlich zu opalhaltigem Material. Somit findet man Opale in den erwähnten Hohlräumen, Rissen, Fugen und Spalten des verwitterten Gesteines

Nur das allein ergibt noch lange keinen Opal für den Handel! Um den Namen Edelopal zu erhalten, muss sich die Kieselsäure unter Druck auf solche Art verfestigen, dass Cristobalith entsteht, eine Modifikation der Kieselsäure. Diese winzigen Kieselsäurekügelchen dürfen wiederum nicht kleiner als 400nm und nicht größer als 700nm sein.

Weiter müssen diese Kieselsäurekügelchen noch dicht gepackt in geordneten Reihen, Ebenen und Blöcken auftreten. Denn nur dann sehen wir durch Interferenzerscheinung des einfallenden Lichtes, also durch Brechung, Beugung und Streuung des Lichtes, jenes Farbenspiel, das wir an diesem Edelstein so bewundern. Es ist also nicht so sehr das Material im chemischen oder physikalischen Sinn, das den Edelopal ausmacht, sondern diese zufällige und seltene Erscheinungsform der Kieselsäure. Eine Laune der Natur!

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