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Entstehung der Schwierigkeit bei der Bezeichnung Padparadscha.

Bereits 1992 beschrieben Dr. U. Henn und Prof. Dr. H. Bank „Über die Abgrenzung gelber Korund / Padparadscha / Rubin“ in Heft 3/92 der Deutschen Goldschmiedezeitung die Problematik. Anlässlich der 2. Arbeitstagung der DSEF 1992 wurde ein Vorschlag über die Bezeichnung unterbreitet, und heute -10 Jahre später- diskutiert man über dieses Thema noch immer.

Schmetzer und Bank schrieben 1981, dass die möglichen Farben in einem Korund durch Spurenelemente und/oder Farbzentren erzeugt werden. Meistens ist es jedoch eine Kombination der beiden Möglichkeiten, woraus eine breite Palette von Farben und Farbtönen resultiert. Dadurch dass es zu vielen Überlappungen in der Grundfarbe kommt, entstehen auch die dementsprechenden Schwierigkeiten bei der nomenklatorisch korrekten Benennung der einzelnen Varietäten. Um diese wieder deuten zu können, sind Kenntnisse über die jeweilige Farbursache, die nur mit Hilfe chemischer und/oder spektralphotometrischer Untersuchungsmethoden bestimmt werden kann, nötig. Die Ablesung von Absorptionsspektren ist die einfachste und bequemste Methode – aber nur bedingt anwendbar, denn was passiert, wenn Saphire vorliegen, die direkt dem Grenzbereich zwischen zwei Grundfarben zuzuordnen sind, oder wenn Mischfarben vorliegen, bei denen sich die Anteile der einzelnen Farben nicht deutlich unterscheiden? –

Man weiß, dass Orange eine Spektralfarbe ist und sich im Spektrum zwischen Rot und Gelb befindet. Orange Farbtöne können aber auch durch Farbmischung entstanden sein, d.h. durch die Mischung von Rot und Gelb.

Die Farbe der natürlichen, so genannten „Padparadschas“ ist nicht rein orange, sondern eher „pink-orange“, als typische Farbe der Steine aus Sri Lanka, oder bräunlich-orange bis orange–braun bei Exemplaren aus Ostafrika. Beide „Padparadscha-Farben“ sind somit eine Mischung der Grundfarben Rot, Orange und Gelb, und daher müssen bei der Betrachtung der Absorptionsspektren die gelben und roten Komponenten mit berücksichtigt werden.

Bei gelben Saphiren ist die Farbe durch Eisen (Fe3+) und oder durch Farbzentren entstanden.

Bei den „Padparadschas“ treten zwei Typen von Farbgebungen auf: a) Chrom (Cr 3+)
und Farbzentren und b) Chrom (Cr 3+) und Eisen (Fe3+). Bis vor kurzer Zeit kamen die Padparadschas des Typs a) aus Sri Lanka und des Typs b) aus Ostafrika (Umba-Tal /Tansanien sowie in Malawi).

Diese Saphire hatten deutlich ausgeprägte Gelb- und/oder Brauntöne, was auf einen höheren Anteil an Eisen hinzielte.

Bereits 1992 entwickelte die (DSEF) einen Vorschlag nach einem grafischen Schema. Eigentlich entstand damals eine Definition, die anlässlich der Arbeitstagung wie folgt angenommen wurde: „Ein roter Korund mit geringem bis deutlichem Gelbgehalt sowie ein gelber Korund mit geringen bis deutlichem Rotgehalt kann als Padparadscha bezeichnet werden“.

Angetroffen werden zur Zeit Korunde (Saphire) in allen Farben, besonders häufig von Gelb über Orange und Pink bis Braun. Bevorzugter Umschlagplatz ist Sri Lanka. Auch dies liegt auf der Hand, denn Sri Lanka war bis vor nicht all zu langer Zeit der einzigen Fundort dieser Korundvarietät. Viele dieser Saphire, die früher als „Fancy – Saphire“ bezeichnet wurden, werden jetzt in der Hoffnung auf guten Gewinn als „Padparadschas“ gehandelt.

Im Laufe der letzten Jahre haben sich auch andere Länder und Lagerstätten einen internationalen Ruf aufgebaut – Sri Lanka kann aber nicht ausgelöscht werden. Daher werden nach wie vor afrikanische Korunde in Thailand „behandelt“ und auf Sri Lanka vermarktet. Auch die Saphire aus Madagaskar mit ähnlichen Spektren, die in großen Mengen zur Behandlung nach Thailand gelangen, werden dann nach Sri Lanka gebracht und vermarktet.

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Behandelte "Padparadschas">>


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