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Padparadscha - Padmaradja

Seit Jahren ist uns allen die Problematik der Edelsteinbehandlungen bekannt, welche oft mehr Aufwand in der Erkennung benötigen als Synthesen.

Mit Jahresende 2001 sind nun größere Mengen von rosé- und orangefarbigen Saphiren in sensationellen leuchtenden Farben auf dem Edelsteinmarkt anzutreffen Handelsmäßige Bezeichnung: „Padparadscha“. Nicht nur dass es sich bei diesen Steinen eindeutig um auszeichnungspflichtige, behandelte Saphire handelt, ist auch eine neuerliche, weltweite Diskussion zwischen Gemmologen und Gemmologischen Instituten um den Begriff „Padparadscha“ entbrannt.

Eine unendliche Geschichte – da angeblich niemand weiß, was man wirklich unter dem Namen „Padparadscha“ versteht.

Es wäre nun an der Zeit, eine klare Beschreibung des von der Farbe her gesehen eigenwilligen Saphirs für den Handel zu erhalten. Das Wort „Padparadscha“ lebt seit Jahrhunderten in der gemmologischen Geschichte, nur unter einem etwas anderen Namen. Die Inder sprachen und sprechen auch heute noch vom „Padmaraja“.

Versucht man das Wort und die Farbe von der Geschichte her aufzurollen, beginnt schon das Drama. Hans Lüschen schreibt in seinem Buch über die Namen der Edelsteine: „......ist ein im 20. Jhdt. aufgekommener Name für den „rotgelben, gelbmorgenroten Korund..., die Deutungen sind verschieden.“

Nach einigen anderen Überlieferungen ist das Wort singhalesisch, und mit „Morgenröte“ zu übersetzen. Weitere Überlieferungen sprechen vom Sanskrit: pati = Herr und radscha = König (Schutzherr, Schutzstein der Könige). In weiterer Folge wird das Wort „Padparashan“ mit „verborgener Lichtstrahl oder verborgener Lotus“ (pad = padma = Lotus) übersetzt. Es könnte auch eine Entstellung des Sanskrit-Wortes für Rubin: „padmaraga“ (rot wie Lotus, der „Lotusfarbige“) sein.

In der Floristik kennt man die indischen Lotusblume (Nelumbo nucifera); sie gehört zur Familie der Nelumbonaceae. Ursprüngliche Heimatländer sind Indien und Japan. Die Wasserpflanze hat einen Wuchs mit flachen oder konkaven 800mm breiten und runden Blättern; die Stiele können bis zu 2000mm lang werden. Die Blüte selbst ist rosa-weiss mit einem bläulichen Farbton.


Bezieht man sich auf U.W. Lippelt aus Bangkok, so spricht dieser in seinem in der D.Gem.G.-Zeitung erschienenen Artikel : „Padparadscha versus Padmaraja“, sehr richtig von einer bereits sehr alten, bestehenden südasiatische Tradition, die schon immer einen Edelstein in der Farbe der „Lotusblüte“ gekannt hat. Dieser Korund ist unter dem Namen „Padmaraja“ bekannt und wird sehr geschätzt. „Padmaraja bedeutet „Herrscher der Lotusblüte“. Nach der Tradition repräsentiert dieser Saphir die zentrale Energie, wie z.B. die Sonne im Kosmos oder den Herrscher in der menschlichen Gesellschaft. Ein Padmaraja wurde deshalb sehr geschätzt und musste zu Zeiten, wenn er gefunden wurde, dem König abgeliefert werden, da nur dieser das Recht hatte einen zu besitzen.“

Nach der Tradition der Sanskritliteratur ist die Farbe des Padmaraja gleich die der Lotusblüte, die ihm den Namen gegeben hat, also ein intensives Rosa mit einem Stich ins Bläuliche. Die Farbe wird auch als die des Granatapfels bezeichnet, die mit der Farbe der Lotusblüte identisch ist. (Der Granatapfel lat. Punica granatum genannt, gehört zur Familie der Punicaceae und hat seine Heimat in Asien. Die Frucht kommt auf zwei Gattungsarten von Sträuchern oder Bäumen vor, wobei entweder ein aufrechter Strauch oder ein rundlicher Baum entstehen kann. Im Sommer entstehen trichterförmige Blüten in orangerot, später wird daraus eine rotgelb-braune essbare Frucht).

Händler und Gemmologen sprechen hingegen bei Padparadschas immer von der orangen Grundfarbe mit einem Rosa im Überton, in einem kürzlich veröffentlichten gemmologischen Artikel sogar von „orangefärbig“.

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