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Erkennungsmöglichkeiten - Perlen und Zuchtperlen

Röntgenschattenbildmethode oder Röntgenfloureszenzmethode

Um natürliche Perlen von Zuchtperlen unterscheiden zu können, hat man sich einst der Röntgenschattenfotografie bedient. In den letzten Jahrzehnten ist diese Methode für die Praxis immer schwieriger geworden und für einen Juwelier oder Gemmologen nicht greifbar. Außerdem können aus Sicherheitsgründen diese Geräte nur von Spezialisten betreut werden.

Seit dem es nun auch kernlose runde und andere Formen von Süßwasser Zuchtperlen gibt, verwendet man Röntgenfluoreszenzuntersuchungen. An Hand der jeweiligen Fluoreszenzerscheinungen lässt sich ein Unterschied zwischen einer natürlichen Perle und einer Zuchtperle erkennen. Auch diese Untersuchungsart kann nur von bestimmten Universitätsfachleuten gehandhabt werden. Beide Arten können vor allem bei ungebohrten Perlen und Zuchtperlen eingesetzt werden.

Zuchtperlen in einer Schnur im Röntgen.
Die Abgrenzung zwischen Kern und Schichte ist deutlich erkennbar.


Verschieden große Perlen in einer Schnur.
Das Röntgenbild zeigt deutlich bei einer Perle die Schichtabgrenzung, während bei den anderen Perlen keine erkennbar sind.

Die Abgrenzung zwischen Kern und Schichte ist bei den Zuchtperlen mit Kern deutlich erkennbar. Schwierig wird es dann, wenn kein Kern erkennbar ist.


Perle ohne Kern im Röntgen.
Der dunkle Punkt ist der Bohrkanal.

Weitere Untersuchungen sind notwendig, da es sich ja auch um eine kernlose Zuchtperle oder Naturperle handeln könnte.


Zuchtperle im Röntgenlicht mit deutlicher Abgrenzung.

Das anfänglich abgeschiedene Conchin zwischen Kern und aufgewachsener Schichte ist für Röntgenstrahlen durchlässig, daher ist auch die Abgrenzung erkennbar


Bei Zuchtperlen mit Kern lässt sich bei einem starken, gebündelten Durchlicht der Kern und die aufgewachsene Schichte erkennen.


Erkennung der aufgewachsenen Schichte bei einer Akoya Zuchtperle.

Bei gebohrten Akoya-Zuchtperlen lässt sich der Kern von der aufgewachsenen Schichte mit der Lupe in Form einer Abgrenzungslinie (Schichtstärke) erkennen. Bei Südsee-Zuchtperlen ist bedingt durch die starke aufgewachsene Schichte eine Erkennung nicht möglich. Bei geknüpften Zuchtperlen Colliers ist die Abgrenzung schwieriger zu erkennen als bei gefädelten Schnüren.


Gefädelte Akoya Schnur

Die Schichte bzw. Schichtstärke ist nur erkennbar, wenn man seitlich in den Bohrkanal sieht.


Hinweis

Bei Röntgenfluoreszenzuntersuchungen von Meerwasser-Zuchtperlen, fluoresziert nur der eingepflanzte Kern aus der Süßwassermuschel. Natürliche Perlen sowie kernlose Süßwasserzuchtperlen fluoreszieren hingegen im gesamten Bereich. Daher sind die beiden genannten Untersuchungsmöglichkeiten zwar eine große Hilfe, es müssen jedoch noch weitere Untersuchungen erfolgen. Denn es gibt ja auch natürliche Süßwasserperlen, die sich in der Fluoreszenz genauso verhalten wie die gezüchteten Perlen.

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