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Philippinen: Wem gehört das Land?

Die Philippinen sind reich mit Gold und anderen Bodenschätzen gesegnet. Doch wie in vielen anderen Ländern wiederholt sich auch hier die tragische Geschichte von König Midas. Während die Regierung alles tut, um es den Bergbaukonzernen recht zu machen, kämpfen Ureinwohner und Menschenrechtsorganisationen entschlossen für den Erhalt ihrer Lebensgrundlagen. Ein beispielhafter Fall: Das Volk der Subanen auf der Insel Mindanao.

Früher bewohnte das Ureinwohnervolk der Subanen die ganze Halbinsel Zamboanga im Süden der Philippinen. Sie betrieben Wanderfeldbau und lebten in kleinen isolierten Gemeinschaften.

Später wurden sie durch Siedler von ihrem besten Land vertrieben und ihnen blieben nur die Bergregionen, in denen Holzfirmen einen großen Teil der Wälder abgeholzt haben. Nun ist auch ihr verbliebener Lebensraum bedroht. Der kanadische Konzern TVI Pacific plant die Ausbeutung der Goldvorkommen ihres Gebiets.
Angehörige des Subanen-Volkes bei einer SitzblockadeFoto: Geoff Nettleton
Angehörige des Subanen-Volkes bei einer Sitzblockade
Foto: Geoff Nettleton

Seit 1996 blockiert TVI die einzige Zugangsstraße zum Land der Subanen. Paramilitärische „Sicherheitskräfte“ sorgen dafür, dass die Ureinwohner weder Nahrung noch andere Güter in ihr Gebiet einführen können. Wer die verlangten Schmiergelder nicht zahlen kann, dessen Habe wird an den Straßensperren beschlagnahmt. Nach Berichten haben die Wachleute auf dem Fußweg, den die Anwohner benutzen, um die Straßensperren zu umgehen, lange Nägel mit Widerhaken ausgelegt. Viele Subanen wurden angeschossen und verwundet.

"Verteidigt unsere Zukunft!" Immer mehr philippinische Menschenrechts- und Umweltschutzorganisationen stellen sich den mächtigen Bergbaukonzernen entgegen.
"Verteidigt unsere Zukunft!" Immer mehr philippinische Menschenrechts- und Umweltschutzorganisationen stellen sich den mächtigen Bergbaukonzernen entgegen.
1998 unterstützte FIAN die Subanen mit einer Eilaktion. Die philippinische Regierung erkannte daraufhin ihre Landrechte an.

Auch andere Organisationen prangerten die Menschenrechtsverletzungen öffentlich an und sprachen mit den Londoner Geldgebern der Firma. Diese zogen daraufhin ihre Kreditzusagen zurück. Doch wenig später gab TVI bekannt, dass es in Japan neue Investoren gefunden habe. Das Unternehmen weigerte sich jedoch, ihre Namen zu nennen.

Die Subanen lehnen den Plan von TVI entschieden ab, denn an zahlreichen anderen Orten der Philippinen hat die Goldgewinnung bereits unbewohnbare Mondlandschaften hinterlassen. Das Bergbaugesetz des Landes schreibt vor, dass Förderung von Bodenschätzen nur nach der Zustimmung der betroffenen Ureinwohner stattfinden darf. Doch Regierung und Konzern ignorieren diese Bestimmung einfach.

Dies ist eines von zahllosen Projekten, die seit dem neuen Bergbaugesetz von 1995 begonnen wurden. Für mehr als ein Drittel der Landesfläche wurden Bergbaukonzessionen beantragt, überwiegend auf dem Land von Ureinwohnern.

Viele Filipinos sehen in dieser Entwicklung eine neue Eroberung des Landes, das jahrhundertelang von Kolonialherren beherrscht wurde – vorangetrieben vom Hunger der Industrieländer nach Edelmetallen. Kurzfristig können Proteste zwar einige der schlimmsten Auswirkungen aufhalten. Doch letztendlich sind es die Konsumenten in den reichen Ländern, deren Verhalten über die Zukunft entscheiden wird.


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