Stücksuche:
Bitte mind. 2 Zeichen eingeben. Weitere Suchmöglichkeiten »

Der Ring im 1. Weltkrieg

Das Ende einer Ära.
Angesichts der vernichtenden Ereignisse überall, ließ das Interesse an Luxusschmuck stark nach. Viele Juweliere stellten auf Munitionsfabriken um, da alle erfahrenen Männer eingezogen wurden.

Von allen Schmuckformen enthielt der Ring in dieser Zeit die größte Bedeutung!

Oft war es der einzige Privatbesitz den ein Soldat in einer Schlacht bei sich tragen oder seiner Liebsten als Pfand zurücklassen konnte. Nur zu oft war es der Gegenstand, der zur Identifizierung der Leiche beitrug. In den Schützengräben machten Soldaten hinter allen Fronten Ringe aus Schrapnell, Draht oder Patronen. Sie sammelten ihren Gegnern abgenommene Ringe, während zu Hause viele Frauen ihre Ringe aufgrund der Aufrufe opferten, Geld zur Deckung der Kriegskosten zu spenden. "Ich gab Gold für Eisen" war einer der Slogans.

Der Krieg brachte radikale gesellschaftliche Veränderungen mit sich, die sich auch in den Ringen widerspiegelten. Das neu erwachte soziale Gewissen hinderte die Reichen daran, ihre Reichtümer zur Schau zu stellen, besonders in Deutschland nach seiner Niederlage. Aber auch in den Siegerländern bewirkte die politische Gesamtlage ähnliche Folgen.

Andererseits meldete sich nach der Befreiung vom Kriegsdruck ein starker Wunsch nach Leichtsinn und Glanz.
Form und Gestaltung der Ringe wurden größer und kühner, man verwendete weniger teure Steine. Sogar offensichtliche Imitationen wurden gesellschaftlich akzeptabel, sogar modisch. Der Beginn des Modeschmucks.
Der Einfluss des Kinos und der blenden Filmstars führte zu der Mode, die Hände mit Glitzer und Zierart zu schmücken, ungeachtet dessen Wertes. Natürlich blieben Leute, die sich teuren Schmuck leisten konnten weiterhin den etablierten Juwelierhäusern treu, wenn auch diese sich oft "guter" Kopien bedienten, um einem Verlust vorzubeugen.

<<Der Ring und die Arts and Crafts Bewegun...
Der Ring im Art Déco>>


Aktuelle Objekte:

Florian Wagn... >

Angelika Kau... >



Aktuelle Objekte:

Badende o. J. >

Michael Berger >