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Der Ring im 2. Weltkrieg

In der wirtschaftlichen Krisenzeit ende der zwanziger und in den 30er Jahren verbreiterte sich die Differenz zwischen teuren edelsteinbesetzten Ringen und fabrikmäßig hergestelltem Modeschmuck. Der Eigenwert des Materials nahm gegenüber der Form und der Ausführung wieder an Bedeutung zu, da Ringe einen tragbaren Besitz darstellten, der in jedem Land veräußert werden konnte. Große Edelsteine wurden in schwere Gold- oder Platinfassungen montiert, manchmal absichtlich in vulgäre Formen um vom Wert abzulenken. Diese Ringe waren im Notfall der Grundstein für einen Neubeginn im Ausland.

Die fabrikmäßig hergestellten Ringe wurden in Unmengen hergestellt und die meisten Frauen besaßen wenigstens zwei oder drei "Ausgehringe".

Der zweite Weltkrieg brachte die Schmuckherstellung nahezu zum Stillstand. Denn die besonders feinen Präzisionstechniken der Schmuckindustrie wurden für die Waffenindustrie umgürtet. Gold wurde rar und überall rationiert. Platin war überhaupt nicht zu finden. Daher wurde Silber sehr viel höher geschätzt als je zuvor. Da Schmuckhersteller oft in Städten von allgemeiner industrieller Bedeutung niedergelassen waren, wurden sie bei den Luftangriffen samt ihrer Maschinen und Werkstätten zerstört.

Da deshalb nach dem Krieg ein Großteil der Schmuckfabrikation außer Kraft gesetzt war, begann eine Handvoll Künstler, sich dem Schmuck als einer Kunstform zu widmen. Einige von ihnen waren ausgebildete Juweliere, andere hatten Techniken selber erarbeitet und wandten absichtlich einfache Methoden an um sich ganz klar von der maschinellen Produktion abzugrenzen.

Die Regeln für das Tragen von Ringen lockerten sich. Der amerikanische Bildhauer Alexander Calder stellte Schmuck für Freunde her, durch primitive Formen, die für Schmuck revolutionär waren. Pablo Picasso, Max ernst, Georges Braque, Salvador Dali und andere Künstler schufen einige Stücke aus Spielfreude. Bestehende Regeln der wurden durchbrochen, genauso wie in ihren Bildern und Skulpturen.

<<Der Siegelring im 20. Jahrhundert
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