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Der ing - Kunst als Erziehungsgrundlage

Unter dem Einfluss der von Erziehungspionieren wie Maria Montessori und Rudolf Steiner erfuhr die Arts and Crafts Bewegung neuen Aufschwung. Handarbeitskurse wurden in die Lehrpläne eingeführt, weil man erkannte, wie wichtig die Betätigung mit Kunst und Handwerk in der persönlichen Entwicklung von Kindern war. Diese Ideen wurden dann auch in höheren Schulen umgesetzt. Erstmals boten Kunstschulen und Colleges Kurse zur Schmuckgestaltung und anderen kunsthandwerklichen Fertigkeiten an.

Schließlich wurden solche Kurse auch für die Erwachsenenbildung zugänglich. Diese Strömungen führten zu einer neuen Generation von Juwelieren. Künstler, wandten Juweliertechniken an um Konzepte in der Schmuckgestaltung auszudrücken, die vorher nur in der "hohen Kunst" zum Ausdruck kamen.

Auch die Unterrichtsmethoden in der Juwelierausbildung änderten sich. Die Schüler wurden nun gleichzeitig auch in anderen Formen künstlerischer Ausdrucksmöglichkeiten unterrichtet.

Man ermutigte sie zu zeichnen, zu malen und zu schnitzen. Umgekehrt gehörte nun die Schmuckgestaltung zur Kunstausbildung an den Colleges in Amerika. Der einsetzende kulturelle Austausch in der Mitte des 20. Jahrhunderts hatte ebenfalls großen Einfluss auf die Ringgestaltung, sowohl im Orient als auch im Westen. Der Weltrat des Handwerks (World Crafts Council) veranstaltet neben anderen Organisationen Kongresse und Symposien auf der ganzen Welt, wo sich Künstler treffen, zusammenarbeiten und austauschen können.

Zwei weitere wichtige Entwicklungen zeichneten sich in den späten 50er Jahren ab: Die Verbreitung des Fernsehens und billigere Reisemöglichkeiten in fremde Kulturen. Millionen waren erstmals in der Lage die Schätze der Altertümer zu sehen, etwas über das Leben der Stämme Afrikas und Südamerikas, das reiche kulturelle Erbe Asiens und des Fernen Ostens zu erfahren.

Dadurch wurde eine Welle der Folkloristik ausgelöst. Die jungen Leute sahen in den handgearbeiteten Schmuckstücken und auch in der Kleidung fremder Völker eine Möglichkeit sich von der westlichen Gesellschaft abzugrenzen. Da viele der Länder, die sich nun der westlichen Jugend erschlossen industriell unterentwickelt, doch reich an handwerklichem Können und Arbeitskraft waren, überschwemmte bald eine Flut von handgearbeiteten Ringen die westlichen Märkte. Jeder der mit einer Lötlampe umgehen konnte, war in der Lage von dieser Hochkonjunktur zu profitieren. Diese Mode dauerte weit bis in die 70er Jahre und ist bis heut noch nicht ganz vorbei.

Die Zahl der Schüler in den Schmucklehrgängen stieg überall stark, besonders die Frauen waren an einer solchen Ausbildung interessiert. Ein neues Phänomen: Denn in der Schmuckherstellung hatten seit je her die Männer dominiert.

<<Der Ring in der Nachkriegskonjunktur
Der Ring wird zum Ausdrucksmittel>>


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