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Materialien und Formen der Ringe in der Antike

In der Antike war Gold der wichtigste und oft einzige Werkstoff zur Herstellung der Ringe, außer bei Siegelringen.

Um die Wende von der vorchristlichen zur nachchristlichen Zeit gab es dann eine Veränderung. Immer öfter bildeten Edelsteine, Glas oder Emailarbeit den Mittelpunkt der Gestaltung. Vorher waren diese Materialien nur nebensächliches Beiwerk.

Auch wenn der Stein seiner Schönheit, Farbe, Seltenheit oder seines Wertes wegen in einer unauffälligen Fassung gezeigt wird, ist nie sicher, ob ihm nicht irgendwelche Amulettkräfte zugesprochen wurden. Für die meisten Steine traf das sogar zu.

Die Kraft lag in der Farbe nicht im Preis des Steins. Denn sogar mächtige Pharaonen der alles erobernden 18. Dynastie waren bereit farbiges Glas statt echter Steine zu tragen.
Die Ägypter maßen also der Farbe der Steine große Bedeutung zu.

Die Griechen und Römer schrieben ihren Steinen nützliche wenn auch manchmal unwahrscheinliche Kräfte zu. Die richtige Wahl des Schmucks konnte jedes Übel vom Zahnweh bis zur Impotenz heilen. Nicht nur der Edelstein auch das Metall zeichneten den römischen Ring aus. In den ersten Tagen der römischen Republik, als das spartanische Ideal in aller Munde war, war der Bürger stolz darauf nur einen eisernen Ring zu tragen. Goldringe waren nur den Botschaftern erlaubt, und auch bei Ihnen nur zu offiziellen Gebrauch. Zur frühen Kaiserzeit verbreiteten sich aber Gold und Edelsteine zusehends.

Die Griechen bevorzugten bildliche Darstellungen sowohl bei Schmuck- als auch bei Siegelringen. Die Römer hingegen zogen nicht-bildliche Entwürfe vor und beschränkten ihre bildlichen Darstellungen auf Kameen. (Jedes Juwel mit Reliefverzierung, in der Praxis aber für Materialien wie Stein oder Muscheln mit abwechselnd hellen und dunklen Schichten, die so geschnitten werden, dass die kontrastierenden Farben das Relief hervorheben.) Die Römer stellten gerne Gold und Gemmen zur Schau, den Griechen gefielen feine Gravur oder wählerisches Kunsthandwerk an ein und demselben Material.
Die meisten frühen europäischen Ringe werden der Kategorie Schmuckringe zugewiesen, womit wir zugeben, dass der eigentliche Zweck nicht ganz klar ist.

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