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Ringmaße

Zur genauen Bestimmung einer Ringweite wurden und werden noch immer weltweit verschiedene Systeme verwendet.

Für die genaue Größenbestimmung benötigt man auch dreierlei Hilfsgeräte wie Ringstock, Finger-, Loch- oder Papierstreifenmaß.

Ringstock

wird auch Ringriegel genannt, ist ein konisch verlaufender Metalldorn (steiler Kegel mit und ohne Nut): Ein Ringstock oder Ringriegel dient zum Rundklopfen von Ringschienen und die meisten haben eine Nut. Diese dient zur Ausnehmung für vorstehende Steinspitzen, damit diese bei Ringweitenänderungen (Reparaturen) nicht beschädigen.

Ringriegel

Werkstättenbezeichnung für Ringstock.

Ringstockmaß

mit ringförmigen Marken; zwischen diesen befinden sich die Ringnummern. Die meisten Ringriegel besitzen eine Nut. Sie dient zur Ausnehmung für vorstehende Steinspitzen. Daher ist es vor jeder Messung eines Ringes mit dem Ringstock wichtig nachzusehen, ob der Stein nicht innen durchsteht. Mit dem Ringstock dürfen nur vollkommen runde Ringe gemessen werden. Unrunde Ringe ergeben eine falsche Messung.

Fingermaß
Besteht aus einer Anzahl von Metallringen in verschiedener Größe, die in einer Nummernserie hintereinander gebündelt sind. Verwendet wird es zum Abnehmen der Ringweite vom Finger.

Im Sommer oder unmittelbar nach körperlichen Anstrengungen sind Finger dicker und zeigen ein größeres Ringmaß an! Man kann daher an heißen Tagen eher eine etwas strengere Ringweite abnehmen.

Ringe mit hohlem Ringkopf, z.B. Herrenringe mit Stein besitzen bedingt durch die Steinöffnung einen größeren Hohlraum. Dabei muss das Fingermaß etwas größer abgenommen werden, denn das Fingerfleisch schlüpft in diesen Hohlraum hinein und der Ring würde dann zu eng sitzen.

Papierstreifenmaß

Es wird verwendet zum Messen von unrunden Ringschienen oder bei sehr breiten Eheringen, wenn das Fingermaß dafür nicht geeignet ist.

Bei 8 bis 10 mm breiten Ringen müssen ca. 2 Nummern dazugegeben werden. Dies ist in vielen Fällen ein Raten, daher eignet sich das Zusammenschneiden eines Papierstreifens in der gewünschten Breite und das am Finger abgemessene Maß am besten.

Bei runden Fingern mit starken Fingerknöcheln und anschließenden dünnen Hals muss das Einbauen eines "Fängers" empfohlen werden. Das Einbauen muss mit einem Goldschmied besprochen werden, da sich nicht jede Ringschiene dafür eignet. Zum Messen der Ringweite bei starken Fingerknöcheln eignet sich nur das Papierstreifenmaß.

Papiermaßangaben

Papiermaße von Versandkatalogen sind ungenau und daher abzulehnen.

Französisches Ringmaß

Umfangmillimeter minus 40 = Ringweitenmaß, d.h. dieses Maß erhält man, wenn von den Umfangsangaben 40 subtrahiert werden.

Bevorzugte Länder mit solchen Maßen sind:
  • Frankreich,

  • Italien,

  • Spanien,

  • Belgien und

  • Teilgebiete der Schweiz.

In den genannten Ländern wird versucht diese Messtechnologie aufzulassen.

Wiener Vereinigungsmaß

Jede Nummer gibt den Umfang in Millimetern an, es ist dem französischen Maß daher gleichgradig, jedoch diesem gegenüber vermehrt um 40.

Wird heute am meisten bevorzugt in:
  • Österreich,

  • Deutschland und

  • in Teilen der Schweiz.


Pacher Maß

Es war vor dem Wiener Vereinigungsmaß üblich, wird heute noch verwendet und setzt sich aus einer Grundstrecke von 38,5 mm und den mit 1 beginnenden Graden zusammen:

1 Nummer Pacher = 1,85 mm.

Wird noch vereinzelt in Werkstätten verwendet.

Durchmessermaß

Gibt den Ringdurchmesser in Millimetern an. Man verwendet diese Meßmethode kaum mehr, weil sie am wenigsten genau ist. Abgesehen davon muss der Ring 100 Prozent rund sein, denn eine Nummer Unterschied entspricht 3 mm Ringschienenlänge.
Wird teilweise noch in den Niederlanden verwendet.

Beziehungswerte der Ringnummerngrade an Beispielen:
  • 1 Nummer Durchmesser = 3,14 mm (oder Nummern) Wiener Vereinigungsmaß.
  • 1 Nummer Pacher = 1,85 mm (oder Nummern) Wiener Vereinigungsmaß,

  • oder = 0,6 Nummern Durchmessermaß.

  • 1 Nummer Wiener Vereinigungsmaß = 0,54 Nummern Pachermaß.


Umrechnen von einem Nummernsystem zum anderen

Diese Notwendigkeit kann eintreten, wenn aus irgendwelchen Gründen nur ein Maßsystem vorrätig sein sollte.

Am häufigsten kommt die Umwertung von Pacher auf Vereinigungsmaß vor:

z.B. Pacher 11 = 11 x 1,85 mm = 20,35 mm + 38,50 mm Grundstrecke = ca. 59,00 mm Wiener Vereinigungsmaß


Vom Wiener Vereinigungsmaß auf Pacher:

z.B.
Wiener Vereinigungsmaß Nr.63=63,00 mm–38,50 mm = 24,50 mm
1,85 mm = 13 Pacher

Einfacher als das Rechnen ist die Benützung der o.a. Tabellen als Vergleich, insbesondere bei amerikanischen und englischen Ringweiten.


<<Der Tassilokelch
Tabelle Ringgrößen - Vergleichsmaße>>


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