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Schildpatt

Sind abgelöste, getrocknete Hornplatten des Rückenschildes des Panzers der echten Karettschildkröte.

Auch als Bissa oder Schildkrot bezeichnet.

Ein besonders hochwertiges Schildpatt ist das Manilaschildpatt. Es hat eine gelbbräunliche Farbe mit brauner bis schwarzer Zeichnung in Form mehr oder weniger ineinander übergehender zerfließender Flecken. Die Karettschildkröte ist in den Gewässern vor den ostindischen Inseln und der Chinesischen See beheimatet.

Die Karettschildkröte wurde wegen ihres sehr schönen Panzers (das Schildpatt) schon seit dem Altertum verfolgt, und ist heute leider nahezu ausgerottet. Sie zählt heute durch das Washingtoner Artenschutzabkommen zu den geschützten Tieren.

Das meiste Schildpatt wurde vom 17. bis zum 19. Jahrhundert verarbeitet. Es gab dafür einen eigenen Handwerkszweig. Schildpatt diente zur Herstellung von Möbelfurnieren, Kästchen, Dosen, Fächerstäben, Kämmen, über Gehäuse von Taschenuhren, mit Piqué verzierten Schmuckstücken usw. Am begehrtesten waren Brilleneinfassungen (fein gelbschwarz gemustert).

Für Piquéarbeiten verwendete man ein meist gering gemustertes dunkelbraunes, besonders aber das honiggelbe ("blonde") Schildpatt.

Die Zeichnung ist nicht bei jeder Schildkröte gleich. Der Panzer eines ausgewachsenen und bis 75 kg schweren Tieres liefert je nach Größe 1,5 – 4,0 kg verwendbares Schildpatt. Jeder Panzer besteht aus 13 Rückenplatten, von denen die vier großen Mittelblätter ca. 300 x 170 mm messen. Die zwei mittleren Seitenplatten können bei alten Tieren eine Länge bis zu 400 mm und eine Breite von 200 mm erreichen. Ihre Stärke beträgt je nach Größe zwischen 3 und 6 mm.
Die kaum verwendbare Bauchpanzerung heißt Plastron.

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