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THEMA: STAHL
SCHMUCKMUSEUM PFORZHEIM Thema: Stahl Schmuck, Gerät und Kleinplastik "Thema: Stahl" ist der Titel einer Ausstellung, die – angeregt und organisiert vom KOLLOQUIUM NORDRHEIN-WESTFALEN – im Schmuckmuseum Pforzheim und an vier weiteren Ausstellungsorten gezeigt wird. |
 Beate von Appen Kantenbrosche, Stahl, gesägt | Ausgewählt und eingeladen vom KOLLOQUIUM NORDRHEIN-WESTFALEN wurden sechzehn Schmuckkünstlerinnen und –künstler aus Deutschland.
Stahl als Material in der Kunst und im Schmuck durch Wettbewerbe und Ausstellungen in den Vordergrund zu stellen, ist das Anliegen des KOLLOQUIUMS NORDRHEIN-WESTFALEN, das als gemeinnütziger Verein seit 1996 in zweijährigem Rhythmus einen Stahlkunstpreis vergibt.
Auch in die jetzt stattfindende Ausstellung sind die Ergebnisse eines Wettbewerbs integriert, den das KOLLOQUIUM NORDRHEIN-WESTFALEN für die Schülerinnen und Schüler der Goldschmiedeschule |
Pforzheim ausgelobt hat. Mit rund einhundert eingereichten Arbeiten zeigt sich hier ein breites Spektrum ganz unterschiedlicher Auseinandersetzungen mit Stahl.
Die Verarbeitung von Stahl zu Schmuck, Gerät und Kleinplastiken stellt hohe Ansprüche an das handwerkliche Können, bietet jedoch gestalterische Möglichkeiten, die mit keinem anderen Metall zu erreichen wären.
Die einzigartigen Eigenschaften des Stahls erlauben die Herstellung von großen, leichten und dennoch sehr stabilen Formen. |  Sybille Falkenberg Ensemble, "Raumdefinition", Edelstahl |
 Spencer Gaudoin Raspelringe, Edelstahlguss mit eingesägten Zähnen, Zinn | So sind in der Ausstellung Arbeiten zu sehen, bei denen Stahlrohr zu weit ausschwingendem Halsschmuck gebogen, hauchdünner Stahldraht zu fragilen Gefäßen geformt wurde.
Daneben übt das Farbspektrum von Stahl und Eisen immer wieder einen besonderen Reiz auf die Schmuckkünstler aus.
Die Materialien erlauben unzählige Oberflächengestaltungen, die von hochglanzpolierten über mattgrau geschliffene bis zu schwarzbraun korrodierten reichen, erweitert durch Kombinationen mit Edelmetallen – tauschiertes Silber oder Blattgold sind hier zu sehen. |
Sogar die eigentlich negative Eigenschaft der Korrosion ist ganz gezielt eingesetzt und verleiht manchem "verrosteten" Schmuckstück eine ganz besondere Ausstrahlung.
Anspruchsvoll und schwierig ist auch das Aufbringen von Email auf Stahl, das aber zu hochinteressanten Ergebnissen führt.
Selbst die magnetischen Eigenschaften von Eisen und Stahl werden genutzt, nicht nur zur Befestigung an der Kleidung, sondern als primär gestalterisches Element.
Die Ausstellung „Thema: Stahl“ zeigt, dass Stahl und Eisen sich inzwischen als anerkannte Materialien im Schmuck etabliert haben. |  Anne Mersmann Ringe "klick it", Edelstahl, Inlays |
 Askan Hertwig Halsschmuck, rostfreier Edelstahlguss | Ihre Wahl ist heute, verglichen mit den 1970er Jahren, als "unedle" Materialien zur Abgrenzung vom tradierten Schmuckbegriff eingesetzt wurden, vor allem ästhetischen Kriterien unterworfenen.
Dies macht auch die Vielfalt der einzelnen Lösungen deutlich. Strenge Formen stehen hier gleichberechtigt neben feingliedrig-ornamentalen Gestaltungen.
Beim diesjährigen Wettbewerb wurden drei Preise und eine Anerkennung vergeben. Alle prämierten Arbeiten zeichnen sich durch eine materialgerechte und zugleich eigenständige Formgebung aus. |
Sie zeigen, dass die intensive Beschäftigung mit einem so anspruchsvollen Material zu ganz eigenwilligen und intelligenten Lösungen führen kann.
Zur Ausstellung erscheint ein Katalog mit zahlreichen Farbabbildungen auf ca. 80 Seiten.
>> alle Künstler auf einer Liste |  Brigitte von Wysiecki Halsschmuck "quarter circle" |
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