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Perlen in der Malerei

18. Jahrhundert

Auf einem Bild des schwedischen Porträtmalers Alexander Roslin sieht man Luise Ulrike, die Königin von Schweden. Luise Ulrike war zu diesem Zeitpunkt 55 Jahre alt und seit vier Jahren Witwe. Sie war zwar nicht unbedingt als Schönheit zu bezeichnen, aber sie strahlte Energie und Lebensfreude aus. Die Königin zeigt sich auf dem Bild im gebührenden Ornat ihrer Position, zu dem Perlen als unverzichtbares Attribut gehören. Sie kosten ein Vermögen und zeigen auf eindrucksvolle Weise, dass Schweden sich dem Kreis der europäischen Machthaber zugehörig fühlt. Das Bild befindet sich heute im Nationalmuseum in Stockholm.

Der prunkvolle Hof der Zarin, Katharina II. propagiert das raffinierte, luxuriöse Leben, mit dem von sozialen Missständen abgelenkt wird. Es ist die Zeit des russischen Rokoko und zahlreiche russische und ausländische Juweliere arbeiten in St. Petersburg und fertigen eine Vielfalt an prachtvollen Schmuckstücken, die heute teilweise im Diamantfonds des Kreml zu sehen sind.

Gegen Ende des Jahrhunderts geht die Mode in den Klassizismus über und die Epoche der Diamanten beginnt. Die Empiremode dominiert auch in Russland und die hoch getürmten Frisuren, die Haarschmuck favorisiert haben, gehen in schlichte Frisuren über. Das Gemälde ist eine Kopie nach S. Torelli und zeigt Katharina in russischer Tracht.

Sie wollte sich damit dem Volk verbunden zeigen. Der Schmuck ist verhältnismäßig bescheiden und zeigt wahrscheinlich einheimische Flussperlen, die so reichlich aus dem Norden und Nordwesten Russlands gekommen sind. Der drastische Rückgang setzte erst im 20. Jahrhundert ein.

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