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Der Tassilokelch

Das Gefäß besteht aus Bronze

und ist zum Teil versilbert und vergoldet, sowie mit niellierten Silberplatten und Glasflüssen verziert (einer der bekanntesten Kelche des frühen Mittelalters ist im Benediktinerstift Kremsmünster zu sehen).

Die Kuppa des 255 mm hohen Gefäßes hat einen Durchmesser von 156 mm.

Benannt ist der Kelch nach der am Kelchfuß befindliche Stifterinschrift "TASSILO DVX FORTIS LIVTPIRC VIRGO REGALIS".

Sie gibt zu erkennen,dass der bayrische Herzog Tassilo III. (748 bis 788) und seine Gemahlin Liutpirc die Auftraggeber waren.

Möglicherweise zählt der Kelch zu den Geschenken anlässlich der Klostergründung im Jahre 777.

Er wird aber auch mit der Hochzeit des Herzogpaares und mit der Taufe ihres Sohnes Theo 772 in Verbindung gebracht.

Die Kuppa des Kelches ist durch einen Perlringstab vom rundlichen Nodus abgesetzt, der ohne Übergang in den kegelförmig hochgezogenen Fuß übergeht. Die Wandung der Kuppa ist mit fünf eingehämmerten Silberplatten verziert.

Der segnende Jesus und die vier Evangelisten werden als Brustbilder dargestellt. Ursprünglich befand sich in der Kuppa ein Einsatz aus Edelmetall. Der Kelchfuß ist mit vier Porträtbildern geschmückt, die mit Monogrammierungen bezeichnet sind, wobei die Buchstaben "IB" ohne Zweifel Johannes Baptista bedeuten. Als Herstellungsort werden die Klosterwerkstätten in Mondsee oder Salzburg genannt.

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