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Edelstein-Knigge von Prof. Leopold Rössler

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Chrysolith

Mineralart: Magnesiaeisensilikat mit noch zwei sehr gebräuchlichen Handelsnamen: "Olivin" und "Peridot". Härte nach Mohs: 6,5 bis 7. Farbe: leuchtendes, warmes Grün.

W: Ein sehr geläufiger Edelstein, der den unwissenden Goldschmied vor schwierige Probleme stellen kann. Dieses Mineral ist von seiner chemischen Zusammensetzung her ein Mischkristall zweier Silikate. Nur dies kann man eben nicht wahrnehmen, aber davon hängt zum Beispiel die Angriffsfreudigkeit bestimmter Säuren ab. Ist er ein reines Eisensilikat namens "Fayalith" (Eisenolivin), dann greift ihn die Salzsäure deutlich an. Dies gilt auch für das Lötwasser. Sollte der Stein aber ein reines Magnesiasilikat sein, namens "Forsterit", so ist er salzsäurefest. Da es auch noch eine dritte und vierte Möglichkeit gibt, nämlich einen "Titanolivin" und "Klakeisenolivin", verkompliziert sich der Edelstein bei Arbeiten mit Säuren sehr. Titanolivin wird von Salzsäure nicht angegriffen, hingegen dafür der Kalkeisenolivin so sehr, dass bei längerer Einwirkungszeit von dieser Säure nur noch eine Gelatine von dem Stein übrig bleibt. Ich möchte deshalb so genau auf die Salzsäureeinwirkung hinweisen, da es mir durch "Unwissenheit" gelungen ist, einen "Gelatinolivin" zu erzeugen. Denken wir nur an die Hartlötungen bei einem Schmuckstück, das mit einer Weichlötung versehen wurde. Die Entfernung des Zinnlotes mit Salzsäure kann unter Umständen, so wie es eben mir ergangen ist, böse Folgen hinterlassen. Resümee für den vorsichtigen Goldschmied: "Säuren und flüssige Salze strikt vermeiden!" Nicht abdecken mit Borsäure oder Borax. Beide können die Steinoberfläche anätzen, wenn eine Erwärmung eintritt. Schwefelsäuresud und galvanische Bäder meiden. Bei Fassarbeiten ist durch die Druckempfindlichkeit das Beschädigen durch Ausplatzen von Schliffacetten und Kanten gegeben. Es gibt einen "synthetischen Spinell in Chrysolithfarbe nach Verneuil". Dieser unterliegt keinen besonderen Behandlungsempfehlungen.

H: Olivin und Peridot sind zwei weitere geläufige Handelsbezeichnungen. Nicht dem Sonnenlicht in der Auslage oder Punktstrahlern aussetzten. Chrysolite verlieren ihre sehr schöne Farbe schon manchmal in kurzer Zeit.


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