Stücksuche:
Bitte mind. 2 Zeichen eingeben. Weitere Suchmöglichkeiten »

Edelstein-Knigge von Prof. Leopold Rössler

A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z
Nutzen Sie die Funktion der Volltextsuche, um einzelne Einträge des über 500 Begriffe umfassenden Edelsteinlexikons zu finden.  
 Volltextsuche: nur in der Begriffsliste suchen

Diamant

Mineralart: reiner Kristall, Kohlenstoff. Härte nach Mohs: 10. Farbe: Alle Farben möglich.

W. und H: Da man unter dem Begriff "Brillant" nur die geschliffene, runde Schliffart des Diamanten versteht, so unterliegt die ungeschliffene Kristallform den gleichen Behandlungsvorschlägen, wie jene, die unter dem Namen "Brillant" vorgeschlagen wurden. Diamanten, die im alten Schmuck vorkommen und andere Schliffproportionen aufweisen, müssen als "Diamant-Altschliffsteine" laut CIBJO bezeichnet werden. Erst um 1919 begann die Ära des Vollschliffbrillanten durch Tolkowsky. 1939 trat der Vollschliffbrillant durch Professor Eppler (Feinschliff der Praxis) seinen Siegeszug an. Bei Diamant-Altschliffsteinen ist bei Reparaturen darauf zu achten, dass die Möglichkeit besteht, es mit folierten oder verspiegelten Diamanten zu tun zu haben. Die Folien sollten die Brillanz verbessern. Die Schwierigkeit bei Reparaturen ist dadurch sehr gross, da die Folien aus dünnem Zinn oder dünnen Bleiplättchen bestanden. Man muss wissen: "Zinn ist der größte Feind des Edelmetalls". Bei Unachtsamkeit kann daher der Schmuckgegenstand durch die Lötflamme, verbunden mit dem Zinn, welches das Edelmetall "auffrißt", zerstört werden. Die Reparatur kann daher sehr teuer werden und es ist ratsam, wenn sich der Einzelhändler bei der Restaurierung von altem Schmuck mit der Goldschmiedewerkstätte ins Einvernehmen setzt, damit die Schwerpunkte abgesprochen werden können. Man erspart sich dadurch Ärger und Zeit.Da es sehr viele falsche Handelsbezeichnungen für Steine, die dem Diamant unterschoben werden, gib, sollen einige wesentliche hier angeführt werden: Alencon-Diamant (Bergkristall), Arkansas-Diamant (Bergkristall), böhmischer Diamant (Bergkristall), Briancon-Diamant (Bergkristall), Dauphineer-Diamant (Bergkristall), Herkimer-Diamant (Bergkristall), Hot-Springs-Diamant (Bergkristall), Lake-George-Diamant (Bergkristall), Marmorosch-Diamant (Bergkristall), Matura-Diamant (Zirkon), Paphos-Diamant (Bergkristall), Diamantspat (brauner Korund), Stolberger-Diamant (Bergkristall), unreifer Diamant (Zirkon), Alaska-Diamant (Bergkristall), deutscher Diamant (Bergkristall), mexikanischer Diamant (Bergkristall), sächsischer Diamant (Edeltopas), Sklaven-Diamant (Edeltopas), Schaumburger Diamant (Bergkristall) und Similia-Diamant (Glas oder Strass).Eine sicher unvollständige Aufzählung. Sie soll aber nur darauf hinweisen, wie leicht man mit Handelsnamen, die dem Diamant unterschoben werden, konfrontiert wird. Meistens werden diese Handelsnamen bei rohen, ungeschliffenen Steinen angewendet. In der heutigen Zeit gibt es für den etwas ungeübten Goldschmied oder Einzelhändler sehr einfache Hilfsgeräte zum Erkennen des Diamanten. Sie beruhen auf dem Messen der Wärmeleitfähigkeit beim Diamant. Diese im Handel erhältlichen Geräte können für geschliffene und rohe Diamanten verwendet werden.


<< Diallag Diamantdubletten >>

Verknüpfte Einträge:


Vertiefen Sie Ihr Wissen über Kunst!
Testen Sie unseren Gratisservice Kunstbegriff des Tages. Auf Wunsch erhalten Sie täglich oder wöchentlich per E-Mail einen Begriff aus dem Kunstlexikon geschickt.
Mehr Informationen »

Das Kunstlexikon für das iPhone!
Sie können das Kunstlexikon auch in einer für das iPhone optimierten Version ansehen. Klicken Sie einfach auf den nachfolgenden Link.
Jetzt öffnen »



Aktuelle Objekte:

Lange Gliede... >

Altenkirch, ... >



Aktuelle Objekte:

Hugo Salus >

Johann Anton... >