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Edelstein-Knigge von Prof. Leopold Rössler

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Diopsid

Mineralart: Calziummagnesiumsilikat. Härte nach Mohs: 5,5. Farbe: farblos, bräunlich, Hellgrün, Flaschengrün, Violett, Schwarz und Mischfarben.

W: Dieser häufig vorkommende Edelstein hat seine begehrte grüne Farbe entweder durch Eisen oder durch Chrom erhalten (auch Zink-Mangan und Vanadium können farbgebend sein. Violettfarbige Diopside enthalten Zink und Mangan. Man nennt sie Jeffersonit. Vanadiumhaltige grüne Steine werden Lawrowit genannt).
Dadurch haben sich im Handel wieder zwei verschiedene Handelsnamen ergeben. Man spricht, wenn der Eisenanteil überwiegt vom "Hedenbergit", wenn der Chromanteil überwiegt vom "Chromdiopsid". Letzterer besitzt eine sehr schöne smaragdähnliche Farbe.Für den Goldschmied, der nicht bei der Arbeit die Möglichkeit hat, zu untersuchen ob dieser Diopsid eisen- oder chromhaltig ist, scheint folgendes wissenswert zu sein: Jeder Diopsid ist äußerst wärmeempfindlich. Diese Wärmeempfindlichkeit nimmt aber mit steigendem Eisengehalt zu. Daher jeden Wärmeeinfluss vermeiden! Keine Experimente!
Durch seine hohe Wärmeempfindlichkeit neigt jener Diopsid der eisenhaltig ist, verstärkt zur Empfindlichkeit gegenüber Säuren und ätzenden Laugen.Da diese eisenhaltige Eigenschaft äußerlich nicht erkennbar ist, kann es für den Unwissenden zu Schwierigkeiten kommen. Vorsicht auch bei Montierarbeiten für Fassungen und beim Fassen des Steines selbst. Er besitzt nämlich eine sehr ausgeprägte Spaltbarkeit. Galvanische Bäder sowie Ultraschallreinigungen sollen vermieden werden. Das Abkochen im Schwefel- oder Alaunsud darf nur kurzfristig sein. Nachher sofort gründlich mit Wasser spülen. Das Abdecken mit Borsäure und der nachfolgende Wärmeeinfluss können die Steinoberfläche anätzen. Bei Finierarbeiten darf kein Lötwasser mit der Steinoberfläche in Berührung kommen. Die gleichen Behandlungsvorschläge sollten beim schwarzen Sterndiopsid angewendet werden. Dieser wird ja bekanntlich gern und sehr oft mit dem schwarzen Sternsaphir verwechselt.


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