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Edelstein-Knigge von Prof. Leopold Rössler

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Dublette, Doublette

Mineralart: Zusammengesetzte Steine. Härte nach Mohs: Unterschiedlich. Farbe: In jeder Farbe möglich.

W. und H: Unter einer Dublette versteht man zusammengesetzte kristalline oder amorphe Festkörper. Diese sind aus zwei oder mehreren Teilen durch Kitten oder anderen künstlichen Methoden zusammengesetzt. Sie sind nicht auf natürliche Weise entstanden. Ihre Merkmale können entweder die von Edelsteinen oder anderen Mineralien sein oder die von synthetischen Steinen oder chemischen Produkten.
Im Schmuck kommen daher "echte, halbechte und unechte Dubletten" vor. Diese zusammengesetzten Steine können den Goldschmied bei der Reparatur vor große Probleme stellen und den Einzelhändler bei der Annahme ebenso. Vor allem dann, wenn die Steine im Schmuckstück sich in einer verwischten Fassung befinden. Eine sorgfältige Untersuchung mit Lupe oder Mikroskop ist unumgänglich. Vorher muss aber das Schmuckstück von Schmutzpartikelchen gereinigt werden. Dies sollte aber nicht im Ultraschallgerät erfolgen, denn es könnten sich nicht nur schwach gefaßte Steine aus der Fassung lösen, sondern ebenso die Klebestellen bei der Dublette.Besondere Vorsicht bei "antiken Schmuckstücken"!
Weisen bestimmte Merkmale auf eine Dublette hin, dann ist ein Ausfassen nicht zu umgehen. Dies hängt natürlich immer von der Art der Reparatur ab. Der Einzelhandelskaufmann soll darauf den Kunden aufmerksam machen, da sich ja dadurch die vielleicht harmlos und billig scheinende Reparatur verteuern und mit Problemen behaften kann. Als Hilfestellung für den Goldschmied in der Werkstätte wäre es gewinnbringend, wenn deutlich "Vorsicht, Dublette im Schmuckstück" am Reparaturauftrag stehen würde. Ich weiß aus eigener Erfahrung, wie schwierig manchmal Dubletten im gefaßten Zustand zu erkennen sind, besonders dann, wenn diese unter Vakuum geklebt wurden. Aber ein Hinweis kann beide vor Unmut und Schaden bewahren. Da Dubletten besonders gern bei Rubin, Saphir, Smaragd, Diamant, Opal usw. vorkommen, ist die Gefahr mit solchen Steinen konfrontiert zu werden besonders groß. Lötflammenhitze, galvanische Bäder und Ultraschallreinigungen lösen die Klebestelle auf und kriechen in den Stein hinein, wobei dieser dadurch zerstört wird. Das Abkochen im Schwefel- oder Alaunsud sollte ebenfalls vermieden werden. Direkte Sonnenbestrahlung oder Punktstrahler schädigen den Stein durch Rißbildung. Das gleiche gilt bei raschen Temperaturwechsel. Im Haushalt sollten Ringe mit solchen Steinen daher abgelegt werden.
Die Erklärung, warum dies geschehen kann, ist sehr einfach: Die Klebeschicht muss gewissen Anforderungen gerecht werden, wie zum Beispiel klare Durchsichtigkeit und mechanische Haltbarkeit. Die Schwierigkeit liegt in weiterer Folge aber am Temperaturausdehnungskoeffizient. Summa summarum, man hüte sich vor den zusammengesetzten Steinen im Schmuck.!


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