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Edelstein-Knigge von Prof. Leopold Rössler

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Fabulit

Mineralart: Kunststein, künstlich hergestelltes Strontiumtitanat. Härte nach Mohs: 6,5. Farbe: farblos, hohe Dispersion verbunden mit sehr bunten Regenbogenfarben.

W: Diese seit 1954 auf dem Markt befindliche Diamantimitation kommt gelegentlich noch heute bei Schmuckanfertigung vor. Seine Hochblüte erlebte dieser Kunststein in den sechziger Jahren, daher bei Reparaturen aus dieser Zeit besondere Vorsicht. Häufig als Solitär vorkommend und in Größen ab zirka 0,50 ct. Temperatureinfluss vermeiden, insbesondere dann, wenn eine Dublette vorliegt (Spinell-Fabulit, Klebestelle unter der Rondiste, damit beim Fassen der weiche Fabulit nicht ausspringt). Besondere Vorsicht bei Fassarbeiten. Das weiche künstliche Mineral beschädigt sich nicht nur leicht in Form von Kratzern, sondern es splittert auch ab. Bei Schleif- und Polierarbeiten nicht mit Bürsten und dergleichen über den Stein arbeiten. Das Abdecken mit Borsäure möge man, wenn nicht unbedingt notwendig, vermeiden. Beobachtungen haben ergeben, dass die Steinoberfläche je nach Stärke er Verbrennung der Borsäure nach deren Entfernung Oberflächenverätzungen hinterlassen hat. Bei Reinigungsarbeiten im Ultraschall nur mäßige Schwingungen verwenden. Dublettenschmuck nicht damit reinigen.

H: Seit 1954 im Schmuck vorkommend. Für damalige Zeiten ein revolutionierender Diamantersatzstein. Heute fast vergessen. Andere Namen, die sich aber kaum durchsetzten, waren "Diagem" und "Starilian". Bei Neubeschaffung schon etwas schwer erhältlich. Beliebt als Solitärstein. Bei Hausarbeiten müssen Schmuckstücke, die in Form von Ring- oder Armschmuck Verwendung finden, abgelegt werden. Dieser Kunststein ist schlag- und druckempfindlich. Kommt auch in Form von Dubletten vor, die im Oberteil synthetisch farblosen Spinell oder Korund beheimaten und im Unterteil Fabulit. Die Klebestelle befindet sich nicht direkt an der Rondiste, sondern auf Grund der Weichheit von Fabulit, unter dieser. Keine Reinigung im Ultraschall, da bei zu starker Schwingzahl Facettenkanten absplittern können. Außerdem kann sich die Klebestelle bei Dubletten lösen. Die Bezeichnung "Fabulit-Brillant" ist unrichtig und daher eine Falschbezeichnung.


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