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Edelstein-Knigge von Prof. Leopold Rössler

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Gilson-Smaragd

Mineralart: Synthese nach Gilson. Besitzt die gleichen chemischen und physikalischen Eigenschaften wie jeder andere natürliche Smaragd. Farbe: von mittlerem Grün bis zum intensiven Blaugrün.

W: Gilson-Smaragde unterliegen den gleichen Behandlungsvorschlägen wie natürliche Smaragde. Laut Aussage von Herrn Gilson soll es aber einen doch gravierenden physikalischen Unterschied geben. Gilson teilte einmal mit, dass man seine gezüchteten Smaragde in einen Glühofen geben kann, diesen auf etwa 1000 Grad Celsius erhitzen soll und nach dem Abkühlen den Smaragd herausnimmt - und er ist unbeschädigt. Hingegen würde jeder natürliche Smaragd bei dieser Temperatur zerfallen. Ich habe es noch nicht ausprobiert, da mir seine Produkte bei der Wiederbeschaffung zu teuer sind. Auch Kollegen würde ich raten, es nicht zu probieren! Herr Gilson verkauft seine Produktionen "kalibriert" und hat Qualitätsbezeichnungen wie Zwei-, Drei-, Vier- und Fünfsternprodukte. Wobei der Unterschied zwischen den Zwei- und Fünfsternprodukten darin besteht, dass die ersteren mit Einschlüssen, meist in Form von charakteristischen Fahnen behaftet sind und die letzteren bis zu einer 200fachen mikroskopischen Vergrößerung einschlußfrei sind. Dies alles darf aber zu keinen Experimenten bei Reparaturen führen. Behandeln Sie jeden synthetischen Smaragd wie einen natürlichen, denn auch diese sind in der Wiederbeschaffung teuer.

H: Man spricht von sogenannten Zuchtsmaragden nach dem Hydrothermalverfahren. Ob das Schmelzlösungs- oder das Schmelzdiffusionsverfahren angewendet wird, ist nicht immer festzustellen. Hat auch keine Bedeutung. Schützen Sie die synthetischen Smaragde genauso vor Punktstrahlerbeleuchtung und Ultraschallreinigungsanlagen, wie die natürlichen. Bei der Neubeschaffung ist es leichter, da Herr Gilson seine Steine nur kalibriert oder als Kristallart in Form von "Clustern" anbietet. Die Steine sind in der Anschaffung nicht billig, der Preis hängt vom Dollarkurs ab.


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