Stücksuche:
Bitte mind. 2 Zeichen eingeben. Weitere Suchmöglichkeiten »

Edelstein-Knigge von Prof. Leopold Rössler

A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z
Nutzen Sie die Funktion der Volltextsuche, um einzelne Einträge des über 500 Begriffe umfassenden Edelsteinlexikons zu finden.  
 Volltextsuche: nur in der Begriffsliste suchen

Kunzit

Mineralart: Lithiumtonerdensilikat. Härte nach Mohs: 6,5 bis 7. Farbe: Blaßrosa, Rosalila, Violett.

W: Ein sehr empfindlicher Edelstein, der in letzter Zeit im Schmuck seinen Platz gefunden hat. Durch seine extram leichte Spaltbarkeit ist er bei der Herstellung von Fassungen problematisch. Ein zu starker Druck bei der Montage kann ihn spalten. Wärme verträgt ein Kunzit überhaupt nicht. Schon beim Steinschleifen und bei Aufkittarbeiten wird es kritisch. Temperaturen zwischen 300 und 400 Grad Celsius können dem Stein seine Farbe rauben. Außerdem ist er an den Schliffkanten leicht anschmelzbar. Dies gilt besonders für hochmoderne Lötgeräte mit sehr hohem Wärmebereich und spitzer Flamme. Mineralsäure vermeiden. Rascher Temperaturwechsel kann ihn zum Spalten bringen. Dies kann schon beim Abkochen der Fall sein. Daher immer mit kaltem "Sud" arbeiten! Besonders farbintensive Kunzite sind seit neuestem strahlungsbehandelt. Vermeiden Sie ferner Rhodium- sowie Entgoldungsbäder. Reinigen in Ultraschallanlagen sollte strikt vermieden werden. Flusssäure ist am gefährlichsten für den Stein.Bei Fassarbeiten besondere Vorsicht. Keine zu knapp sitzenden Krappen oder Zargen. Nicht mit Gewalt den Stein in die Fassung drücken. Beim Abkitten auf keinen zu raschen Temperaturwechsel achten, Schleif- und Polierbürsten sollen mit dem Stein nicht in Kontakt kommen. Am besten ist es, wenn Kunzite in fertige Schmuckstücke eingefaßt werden. Bei schwierigen Reparaturen ist es ratsam, ihn aus der Fassung zu nehmen. Im Handel gibt es synthetische Korunde in Kunzitfarbe bzw. der Handel nennt sie synthetischen Kunzit. Die letzte Bezeichnung ist falsch. Diese sehr häufig vorkommende Synthese kann bedenkenlos ins Feuer usw. genommen werden. Es gibt ja auch keine Ähnlichkeit mit Kunzit. Synthetischen Kunzit gibt es im Handel nicht.

H: Kunzite dürfen in der Auslage nicht mit dem Sonnenlicht oder mit dem Punktstrahler in Verbindung gebracht werden. Die tägliche Erwärmung und Abkühlung kann den Stein zum Zerspringen bringen. Außerdem kann er seine Farbe verlieren. Insbesonders dann, wenn der Kunzit bestrahlt ist. UV-Licht- oder Solariumbestrahlung muss strikt vermieden werden. Bei Hausarbeiten ist er, wenn er als Fingerschmuck getragen wird, abzulegen. Es gibt eine Menge Haushaltsmittel, die in ihrer Zusammensetzung Flusssäure beinhalten. Schon geringe Mengen dieser Säure schädigen die Steinoberfläche und machen sie matt. Das Ausbleichen von Kunziten ist eine Unart, vor der kein Träger gefeit ist. Nur wie lange dies dauert oder wie rasch dies vor sich gehen kann, weiß niemand. Ultraschallreinigung strikt vermeiden.


<< Kulturperle Kupfersmaragd >>


Vertiefen Sie Ihr Wissen über Kunst!
Testen Sie unseren Gratisservice Kunstbegriff des Tages. Auf Wunsch erhalten Sie täglich oder wöchentlich per E-Mail einen Begriff aus dem Kunstlexikon geschickt.
Mehr Informationen »

Das Kunstlexikon für das iPhone!
Sie können das Kunstlexikon auch in einer für das iPhone optimierten Version ansehen. Klicken Sie einfach auf den nachfolgenden Link.
Jetzt öffnen »



Aktuelle Objekte:

Curt Querne... >

Michael. M. ... >



Aktuelle Objekte:

Peder Mørk M... >

"Straßenszene" >