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Edelstein-Knigge von Prof. Leopold Rössler

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Labradorit

Mineralart: Kalknatronfeldspat. Härte nach Mohs: 6. Farbe: Rauchgrau-Dunkelgrau mit dunklen Flecken und einem stahl- bis kobaltblauen Schimmer. Diese Erscheinung nennt man das "Labradorisieren".

W:Da dieser Schmuckstein zur Feldspatgruppe gehört und diese eine Mischkristallisation aus Barium-, Kali- und Natronfeldspat bildet - wobei die Endglieder der Reihe nach Barium-, Kalium-, Kalzium- und Natriumtonerdesilikate sind - ist das Verhalten in Säuren, Laugen sowie bei Wärmeeinfluss etwas schwierig abzuhandeln.Grundsätzlich auf den Labradorit bezogen, kann man sagen: Jeder Wärmeeinfluss und auch die geringste Wärmeeinstrahlung kann Beschädigungen hervorrufen. Mineralsäuren und Säuregemische, wie zum Beispiel "Schwefelsäuresud", sind strikt zu meiden. Das gleiche gilt auch für die etwas neuere "Neacid-Sudart". Manche Labradorite zeigen nach dem Abbeizen im Alaunsud oberflächliche fleckige Veränderungen. Bei Finierarbeiten mit Weichlot sind Lötwasserspritzer auf der Steinoberfläche zu verhindern. Jedes galvanische Bad sowie eine Reinigung von Labradoritschmuck im Ultraschall hinterläßt in den meisten Fällen böse aussehende Zeichen, ebenso die Verwendung von aggressiven Lösungsmitteln.Der Name Feldspat bezogen auf "Spat" muss für den Fasser ein Zeichen der leichten Spaltbarkeit sein. Vorsicht bei Abkittarbeiten. Bei Schleif- und Polierarbeiten so wenig als möglich die Steinoberfläche berühren.

H:Erscheint beim sogenannten Kalknatronfeldspat ein bläulicher Schimmer an der Steinoberfläche, so spricht man vom Labradorit und nennt diese Erscheinung das "Labradorisieren". Ist an Stelle des bläulichen Schimmers ein buntes Farbspektrum zu erkennen, dann spricht man vom "Spektrolit". Labradorite gibt es in undurchsichtiger und durchscheinender Art. Das Erkennungsmerkmal des "Labradorisierens" ist aber immer erkennbar. Punktstrahlerbeleuchtung, ausgerichtet auf den Stein, soll vermieden werden sowie eine Reinigung im Ultraschallbad. Die Steine kommen im Cabochonschliff und in geschnitzen oder gravierten Objekten vor. Bei Neubeschaffung ist meistens eine Einschleifarbeit notwendig., die Steine werden aber in bestimmten Größen kalibriert angeboten.


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