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Edelstein-Knigge von Prof. Leopold Rössler

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Lapis Lazuli, Lasurstein

Mineralart: Körniges Gestein. Härte nach Mohs: 5 bis 5,5. Farbe: Himmelblau bis Blaugrün.

W: Bekannt unter dem Namen Lasurstein oder Lasurit. Dieser Edelstein ist ein Gesteinsgemenge mit mäßiger Härte, keiner Spaltbarkeit, aber mit hoher Sprödigkeit. Sehr problematisch kann die Reparaturarbeit mit solchen Steinen werden, die farbverbessert wurden. Die Farbverbesserung erfolgt mit Anilinfarben, deren Einsatz erst dann negativ zum Tragen kommt, wenn der Stein einem Wärmeeinfluss unterliegt. Dies entsteht bei einem Wärmeprozess, wenn die Anilinfarbe, die durch eine Hartwachsschicht geschützt ist, entfernt wird und der Zugang zur Anilinfarbe frei ist. Daher keine Reinigung mit aggresiven Laugen oder alkohollöslichen Mitteln. Die Steinoberfläche wird sicher vom feinen Blauton zum Bleigrau umschlagen.Allgemein ist zu sagen: Der Lapis Lazuli ist gegen Salze, Säuren, Säuregemische, Laugen, galvanische Bäder, Ultraschall, Silbertauchbäder, Spiritus, Salmiakgeist usw. hochempfindlich. Der Schwefelsäuresud zerstört den Stein insofern, dass lauter tiefe Gruben entstehen. Größte Vorsicht bei Fass- und Abkittarbeiten, da der Stein sehr spröde ist. Bei Schleifarbeiten dürfen die Borsten der Bürste die Steinoberfläche nicht berühren. Beliebter Ringschmuck, zu dem er sich aber auf Grund seiner negativen Eigenschaften nicht eignet.

H: Problematischer Edelstein, der in drei Handelsqualitäten vorkommt: Afghani-Lapis, Chile-Lapis und Russland-Lapis. Alle unterscheiden sich durch ihre Farbgebung. Vor dauerndem Sonnenlicht und Punktstrahlerbeleuchtung muss der Stein besonders geschützt werden. Wenn jemand an den Händen starke Schweißbildung hat, sollte kein Lapisring empfohlen werden. Bei Hausarbeiten aller Art muss der Ring abgenommen werden. Schädlich sind Essig, alle Arten von Kosmetika, Öle, Fette, Rasierwasser, Autoreinigungsmittel, Sprays usw. Lapislazuliketten sind, wenn sie auf einer stark schweißproduzierenden Haut getragen werden, besonders gefährdet. Haarsprays vor dem Anlegen der Kette verwenden. Hautkosmetika fördern die Lapisqualität nicht. Für Steinmonogramme eignet sich am besten der Afghani-Lapis.Da es auch synthetische Lapis Lazuli nach Gilson gibt, sind die Behandlungsvorschläge die gleichen. Synthetischen Lapis Lazuli gibt es mit und ohne Pyriteinschlüssen seit 1976. Die Reinigung von Schmuckstücken sowohl mit echten als auch mit synthetischen Lapisen darf nicht im Ultraschallgerät erfolgen. Bei Silberschmuck nicht mit Tauchreinigungsbad arbeiten. Lauwarmes Wasser ist am geeignetsten.


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