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Edelstein-Knigge von Prof. Leopold Rössler

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Odontholith

Herkunft: Fossile Zahnsubstanz (Mammut, Walross, Flusspferd, Eber usw.). Härte nach Mohs: 2 bis 6. Farbe: Nach Behandlung türkisähnlich.

W. und H: Beintürkis oder Zahntürkis sind andere Handelsnamen. Es handelt sich dabei um Knochen oder Zähne, meist bereits ausgestorbener Säugetiere, die durch Eisenphosphat blau und mit Kupfersalzen grünlich gefärbt werden. Bis in das 18. Jahrhundert wurden alle Türkise von den meisten Mineralogen für Odontholithe gehalten. Das Kapitel "Türkis" war damals bereits sehr schwierig und ist es bis heute geblieben. Dieser Türkisersatzstein darf mit keinen Säuren, Laugen oder galvanischen Bädern in Verbindung gebracht werden. Bei Reparaturarbeiten Wärmeeinfluss vermeiden; ebenso Silbertauchbäder. Bei Finierarbeiten keine Lötwasserspritzer auf Odontholithe bringen, weil sonst sofort heftiges Aufbrausen entsteht und dadurch die Steinoberfläche zerstört wird. Odontholithe müssen bei Hausarbeiten abgelegt werden, weil jede Einwirkung von Chemikalien oder Schweiß schädigende Spuren hinterlässt. Die Aufbewahrung in dunklen Räumen oder in Plastikverpackungen schädigen ihn ebenso, wie zu grelles Sonnenlicht oder ständige Beleuchtung durch Punktstrahler. Der Stein bleicht aus. Ursache dafür ist die künstliche Farbsubstanz des Eisenoxiduls.
Beim Schleifen und Polieren darf Odontholith nicht mit Bürsten oder Filzscheiben in Berührung kommen. Beim Fassen beachten, dass stramm sitzende Krappen oder Zargen den Stein sprengen können. Keine Reinigung im Ultraschall. Am besten eignet sich lauwarme Kernseifenlösung mit sofortiger lauwarmer Nachspülung. Bei Neubeschaffung sehr problematisch! Ein Unikatstein, der im gefassten Zustand oft sehr schwer vom Türkis zu unterscheiden ist.


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